Vor dem Start der Oberliga-Saison 2020/21

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Dauerbrenner: Sebastian Wichmann hat die meisten Oberliga-Einsätze für den TV Sandweier/TVS 1907 Baden-Baden absolviert. In seinen 204 Spielen hat der Abwehrchef beachtliche 100 Tore erzielt.  Foto: Elmar

Blick in die Statistik: Der TVS in der Oberliga von 2011 bis 2018 und 2019/20

Insgesamt acht Spielzeiten (von 2011 bis 2018 und in der Saison 2019/20) war der TV Sandweier (seit 2017/18 als TVS 1907 Baden-Baden am Start), nur von der Drittliga-Saison 2018/19 unterbrochen, bislang in der Baden-Württemberg-Oberliga aktiv. Die anstehende Saison 2020/21 ist also die neunte in der Oberliga. Ging es zunächst in erster Linie darum, den Abstieg zu verhindern, bewegte sich der TVS in der Saison 2016/17 als Tabellensechster erstmals in den vorderen Gefilden. Die Meisterschaft 2017/18 war dann eine echte Sensation. Die vergangene Runde 2019/20 beendete der TVS auf Platz fünf, was bis dato die zweitbeste Platzierung des TVS darstellt. Unser Chronist hat wieder einmal ins Archiv geschaut und allerhand Statistikmaterial zutage gefördert, wobei ihm www.handball-server.de und www.bundesligainfo.de eine große Hilfe waren. Und nun gute Unterhaltung beim Lesen...

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Blick zurück: Die TVS-Kleinfeldanlage

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5. Juni 2020
Wer hätte es gedacht, dass die TVS-Kleinfeldanlage noch einmal eine Rolle spielt beim Training unserer Handball-Mannschaften? Corona-bedingt fanden in den vergangenen Tagen die ersten Vorbereitungseinheiten auf die Saison 2020/21 genau dort statt, wo von den TVS-Altvorderen Mitte der 1970er-Jahre eine für damalige Sandweierer Verhältnisse erstklassige Sportstätte angelegt wurde. Ein Asphalt-Platz fürs Grobe und ein feiner Tartan-Platz dienten einst mangels vorhandener großer Halle bis in den Oktober hinein als Trainingsstätte der TVS-Teams.

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Der TVS-Tartan-Platz wurde viele Jahre von jung und alt bespielt. Übrigens: Mit der Nummer 11 im gelben Trikot bringt sich hier Thomas Kippel unter den Augen von Schiedsrichter Seppi Schenk in Stellung.

1975 wurde die Anlage eröffnet, die auch von der Tennis-Abteilung rege genutzt wurde. Dort wurde die Basis dafür gelegt, dass die TVS-Handballer, die gerade in die Landesliga aufgestiegen waren, bis in die Oberliga Südbaden durchmarschierten und dort 1979/80 die Meisterschaft feierten. Punktspiel-Heimstätte war damals die Rastatter Carl-Diem-Halle, trainiert wurde über den Winter in der Sandweierer Schulturnhalle, in Bühl, Durmersheim, Ebersteinburg und Steinbach. Ab 1980 stand dann die neue Sporthalle im Baden-Badener Schulzentrum West zur Verfügung, ehe ab 1982 die Rheintalhalle zur sportlichen Heimat des TV Sandweier wurde.

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Vor der Saison 1975/76: Diese TVS-Mannschaft, am 1. Juli 1975 im  BT in Szene gesetzt, bestritt das offizielle Eröffnungsspiel auf der TVS-Kleinfeldanlage gegen den Bundesligisten TuS Hofweier: Ernst Schäfer (von links), Bertram Schäfer, Kurt Hochstuhl, Josef Bleich, Peter Kinz, Werner Hirth, Daniel Merkel, Norbert Hartmann, Erich Lauther, Klaus Eisele, Rolf Bornhäußer und Bernhard Peter.

Einen der Höhepunkte erlebte die TVS-Kleinfeldanlage gleich bei der offiziellen Eröffnung am Sonntag, 29. Juni 1975. Der Bundesligist TuS Hofweier mit seinen Nationalspielern Simon Schobel, Arno Ehret und Peter Bucher war zu Gast in Sandweier und traf auf dem rundum von zahlreichen Zuschauern bevölkerten Platz auf die I. Mannschaft des TV Sandweier. Der Aufsteiger in die Landesliga hielt sich gegen die deutsche Spitzenmannschaft ausgezeichnet und zeigte beim 16:29 eine mehr als achtbare Leistung.

Ein Jahr später gab die Nationalmannschaft von Tunesien, die sich auf die Olympischen Spiele in Montreal vorbereitete, ihre Visitenkarte beim TVS ab. Auch das ein absoluter Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Zur Halbzeit lag der TVS noch knapp vorne, ehe Tunesien in der zweiten Hälfte den Spieß umdrehte und noch zu einem standesgemäßen Sieg kam.

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Rückblick auf die Oberliga-Saison 2019/20 - Teil II

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Immer gut drauf - auf jeden Fall dann, wenn gewonnen wurde: Unsere Mannschaft, unser TVS 1907 Baden-Baden, unser TV Sandweier!

Wie immer am Ende einer Saison gibt es an dieser Stelle die Einzelkritik unserer Spieler. Wobei an der Leistung der TVS-Jungs nichts zu kritisieren ist. Es war schon toll, was die Schützlinge des Trainergespanns Sandro Catak/Marius Merkel/Frank Zink in der Runde 2019/20 geboten haben. Und wenn's mal nicht so lief, wie gewünscht, was auch vorkam, dann konnte man niemand einen Vorwurf machen. Was unsere Spieler Woche für Woche ablieferten, war einfach toll - und gerade in der Sandweierer Rheintalhalle war regelmäßig beste Unterhaltung angesagt.
Wir sind stolz, dem Publikum eine solche Mannschaft präsentieren zu können und hoffen, dass wir dazu auch 2020/21 in der Lage sind. Was freilich nicht mit dem Spielerkader zusammenhängt, der unverändert bleibt, sondern von Corona. Wir sind jedenfalls zuversichtlich und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen in der Rheintalhalle.
Hier geht's zur Würdigung der Leistung unserer Spieler in der abgelaufenen Saison:...

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Rückblick auf die Oberliga-Saison 2019/20 - Teil 1

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16. Februar 2020: Unsere Mannschaft nach dem begeisternden 35:33-Heimsieg gegen den TSV Neuhausen/Filder. 

Die Handball-Oberliga-Saison 2019/20 ist abgehakt. Am vergangenen Samstag, 9. Mai 2020, wäre gegen Herrenberg in der Sandweierer Rheintalhalle das letzte Saisonspiel abgelaufen. Aus den bekannten Gründen kam es anders als erwartet.
Festzuhalten bleibt: Rang fünf mit 32:14 Punkten ist das zweitbeste Resultat in der TVS-Vereinshistorie. Lediglich im Oberliga-Meisterjahr 2017/18 war eine TVS-Mannschaft besser platziert. Dabei ist anzumerken, dass der TVS nur zwei Zähler hinter dem Tabellenzweiten HSG Konstanz II, der neben Meister Pforzheim/Eutingen in die 3. Liga aufgestiegen ist, landete.
Die zurückliegenden Monate waren bis zur Corona-Zwangspause geprägt von vielen tollen Auftritten unserer Mannschaft. Zwar gab es auch die ein oder andere Enttäuschung, unter dem Strich wird die Saison 2019/20 aber als eine überaus erfolgreiche Runde in die Annalen des TV Sandweier eingehen.

Im Folgenden wird die Saison 2019/20 noch einmal beleuchtet, und zwar von Spieltag zu Spieltag:...

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Vor zehn Jahren/Teil II: 24. April 2010 - 24. April 2020

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TV Sandweier - Landesligameister 2009/10

oben von links: Betreuer Gerold Mitzel, Marius Merkel, Franz Henke, Daniel Grimm, Tobias Zaum, Simon Riedinger, David Fritz, Simon Bornhäußer, Torwarttrainer Edgar Walter, Mannschaftsverantwortlicher Rolf Bornhäußer; unten von links: Cheftrainer Ralf Abele, Sven Braun, Philipp Kinz, Lukas Walter, Sven Beck, Max Mitzel, Fabian Hochstuhl und Frederic Braun.

Letztlich war es nur noch Formsache. Nach dem Unentschieden im Heimspiel gegen Verfolger Muggensturm/Kuppenheim war unsere Mannschaft vor dem letzten Landesliga-Spieltag der Saison 2009/10  am Samstag, 24. April, 2010, angesichts von zwei Punkten Vorsprung und der klar besseren Tordifferenz gegenüber dem Tabellenzweiten Muggensturm/Kuppenheim die Meisterschaft praktisch nicht mehr zu nehmen. Und doch wollten sich die Schützlinge von Trainer Ralf Abele in der finalen Partie bei der Kehler TS keine Blöße geben und unbedingt gewinnen. Und das gelang dann auch eindrucksvoll. Der TVS setzte sich in der KT-Arena mit 28:21 (13:11) durch, stand endgültig als Landesliga-Meister fest und hatte damit die Enttäuschung des Abstiegs aus dem Vorjahr getilgt. 21 Siege, zwei Unentschieden und nur drei Niederlagen (gegen Meißenheim, in Ottenheim und Schutterwald II) standen für das Meisterteam zu Buche.

Im Rückblick war bereits das erste Saisonspiel am 19. September 2009 für den weiteren Erfolg wegweisend. Die Austragung der Partie beim TuS Großweier stand auf der Kippe, weil die Schiedsrichter aus Singen nach einer Brückensprengung auf der A5 im Stau standen. Erst nach zweistündiger Wartezeit erfolgte schließlich gegn 21.30 Uhr der Anpfiff. Davon ließ sich unser Team aber nicht aus der Ruhe bringen und feierte in der Acherner Ortenauhalle einen 35:28 (18:16)-Sieg. Dies war ein gutes Omen für den weiteren Saisonverlauf. Der TV Sandweier blieb nervenstark und steckte auch gelegentliche Rückschläge souverän weg.

In der Zeitung stand am Ende der Runde 2009/10 zu lesen: „Wer sich derart überzeugend in der Landesliga durchsetzt, sollte auch eine Klasse höher mitmischen können.“ Wer immer das auch geschrieben hat, versteht etwas vom Handball. Ein Jahr später gab es nach der Saison 2010/11 nämlich eine erneute Meisterschaft zu feiern. Ralf Abele legte mit seiner Mannschaft einen sensationellen Durchmarsch hin, der den TV Sandweier in die Baden-Württemberg-Oberliga katapultierte. Genau davon wird der Rückblick in zwölf Monaten handeln.

P.S. Schmankerl am Rande: Auf den Meisterschafts-T-Shirts schickte unsere Mannschaft einen Gruß an den härtesten Verfolger SG Muggensturm/Kuppenheim. "Talent schlägt Geld" hieß es da. Der Bezirksrivale, der anschließend den Sprung in die Südbadenliga über die Aufstiegsspiele schaffte, revanchierte sich mit einem T-Shirt, auf dem zu lesen war "Ein Herz für Talente". Dieses Duell, über das heute alle lachen, endete somit unentschieden! 

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