Blick zurück: Der TVS im Schulzentrum West

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Volles Haus: Beim Aufstiegsspiel zur Regionalliga war das  Baden-Badener Schulzentrum West am 27. April 1980 bis auf den letzten Platz gefüllt, am Sieg der Gäste aus Malsch änderten aber auch die fünf Tore von TVS-Kreisläufer Kurt Hochstuhl nichts. Foto: Harro Hornung 

6. Oktober 2021. Wenn unsere überregional spielenden Männer-Mannschaften am kommenden Wochenende in der Sporthalle des Baden-Badener Schulzentrums West gastieren (TVS II – Phönix Sinzheim am Freitag/20.30 Uhr, TVS I – Schwäbisch Gmünd am Samstag/20 Uhr), dann werden Erinnerungen wach an Zeiten, in denen die sportliche Heimat der Sandweierer Handballer - von 1980 bis 1982 - zwischen den Jahren in der Rastatter Carl-Diem-Halle und danach in der Rheintalhalle eben das Schulzentrum war.

Das erste offizielle Punktspiel in der nagelneuen Halle trug das damalige TVS-Oberliga-Team (heute Südbadenliga) am Dienstag, 5. Februar 1980, aus. In der Meister-Saison 1979/80, die der TVS noch weitgehend im Rastatter Exil absolvierte, fand unter der Woche das Nachholspiel gegen den TuS Altenheim statt. Am Ende stand ein 14:11-Erfolg unserer Mannschaft, die damit einen weiteren Schritt in Richtung Titelgewinn getan hatte. Die Meisterschaft wurde danach noch in der Rastatter Carl-Diem-Halle gefeiert. Das erste Aufstiegsspiel zur damals zweitklassigen Regionalliga wurde dagegen im Schulzentrum West bestritten. Vor 600 Zuschauern musste sich der TVS dem nordbadischen Meister TSV Malsch (bei Heidelberg) mit 18:22 geschlagen geben, womit der Traum vom Aufstieg praktisch schon ausgeträumt war.

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Der Weltmeister zu Gast: Gegen die UdSSR-Asse Fedjukin (von links), Gagin und Below hatten Daniel Merkel (Mitte) und Peter Kinz (hinten) am 9. Januar 1982  zwar einen schweren Stand, zogen sich mit dem TV Sandweier aber mehr als achtbar aus der Affäre. Foto: Hans-Jürgen Collet

Ein Höhepunkt der Handball-Historie im Schulzentrum West war zweifellos das Freundschaftsspiel gegen die Nationalmannschaft der UdSSR, die am Samstag, 9. Januar 1982, auf dem Baden-Badener Bildungshügel gastierte. Die 500 Zuschauer erlebten ein Handballfest, das die Sowjetunion zwar erwartungsgemäß deutlich mit 35:18 für sich entschied, in dem unsere Mannschaft aber munter mitspielte und sich für ihren couragierten Auftritt viele Sympathien erwarb. Die UdSSR sicherte sich im Übrigen kurz danach bei der in der BRD ausgerichteten Weltmeisterschaft den Titel.

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Für Deutschland im Einsatz: Torhüter Edgar Walter absolvierte am 17. Juli 1981 mit der DHB-Jugendauswahl im Schulzentrum West ein Länderspiel gegen Frankreich. Foto: Hans-Jürgen Collet

Ein weiteres denkwürdiges Ereignis war am Freitag, 17. Juli 1981, zu verzeichnen. Der TV Sandweier richtete das A-Jugend-Länderspiel Deutschland gegen Frankreich im Schulzentrum aus, in dem unser Eigengewächs Edgar Walter das Tor der deutschen Jugend-Nationalmannschaft hütete. Der TVS-Keeper trug dabei maßgeblich zum 23:17-Sieg des DHB-Teams bei.

Ein Freundschaftsspiel unseres Teams am 29. August 1980 gegen den rumänischen Pokalsieger Baia Mare ist ebenfalls in die TVS-Annalen eingegangen.

Seit der Saison 1982/83 ist der TV Sandweier mit seinen männlichen Senioren-Mannschaften in der Rheintalhalle zu Hause, die 1982 eingeweiht wurde und die aktuell aufgrund von Sanierungsarbeiten nicht genutzt werden kann. Handball wurde und wird im Schulzentrum West natürlich weiterhin gespielt, und zwar von unseren Frauen- und Jugend-Mannschaften.

7. Mai 2011 - 7. Mai 2021

Meisterschaft Sandweier 7 1

Heute vor zehn Jahren: Unsere Mannschaft feiert die Südbadenliga-Meisterschaft und den Aufstieg in die Oberliga:
stehend von links: Betreuer (und gute Seele) Gerold Mitzel, Cheftrainer Ralf Abele, Marius Merkel, David Fritz, Simon Riedinger, Tobias Zaum, Franz Henke (im Schwitzkasten), Philipp Kinz, Sven Braun, Andre Semt, Torwarttrainer Edgar Walter (verdeckt), Fabian Hochstuhl, Mannschaftsverantwortlicher Rolf Bornhäußer;
unten von links: Physiotherapeutin Kerstin Stahlberger, Max Mitzel, Mike Stall, Sven Beck, Simon Bornhäußer, Daniel Grimm und Sekretärin/Zeitnehmerin Doris Heberle. Es fehlt: Fitnesscoach Patrik Maier.

Und das stand in den BNN:

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Und so war die Stimmung auf den Rängen der Sinzheimer Fremersberghalle:

700 Ralf Henke

Max Mitzel in Aktion:

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Weitere Impressionen:...

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21. April 2018 - 21. April 2021

Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Vor genau drei Jahren feierten unsere Handballer den Titelgewinn in der Baden-Württemberg-Oberliga. Hier ein kurzer Rückblick auf dieses denkwürdige Ereignis:

Meister 2018

Samstag, 21. April 2018: Der TV Sandweier steht als Sensations-Meister der Baden-Württemberg-Oberliga fest. Was für eine Freude!

Das entscheidende Spiel am 21. April 2018 um 20 Uhr gegen die SG Pforzheim/Eutingen: 

Der TVS 1907 Baden-Baden ist am Ziel

Sandweierer Handballer sichern sich Oberliga-Meisterschaft und Aufstieg in die Dritte Liga

Der TVS 1907 Baden-Baden hat es geschafft: Nach dem 34:28(16:12)-Heimsieg gegen den Verfolger SG Pforzheim/Eutingen steht die Mannschaft von Trainer Ralf Ludwig als Meister der Handball-Baden-Württemberg-Oberliga und Aufsteiger in die Dritte Liga fest. Nach dem Abpfiff des sicher leitenden Freiburger Schiedsrichtergespann Dirk Baustert/Sebastian von Briel spielten sich in der Sandweierer Rheintalhalle unbeschreibliche Jubelszenen ab. Niemand hatte den TVS vor der Saison als Meisterschaftsanwärter auf der Rechnung. So kann durchaus von einem sensationellen Titelgewinn gesprochen werden.

Der TVS spielte von Beginn an meisterlich auf. Zur Halbzeit deutete sich beim 16:12 für den TVS bereits an, wohin die Reise gehen würde. Auch nach der Pause hatten die Hausherren, gestützt auf die Paraden des vorzüglichen Torhüters Thilo Hafner, alles im Griff. Lediglich als Pforzheim/Eutingen nach dem 23:16 (39.) auf 23:20 (45.) herankam, schien es noch einmal eng zu werden, doch beim spätestens beim 25:20 (47.) waren die Verhältnisse wieder geklärt. Nun lief es wieder wie am Schnürchen. Spielmacher Daniel Grimm führte gekonnt Regie, die Abwehr stand wie eine Wand und im Angriff wurde überlegt kombiniert. Allen voran Christian Fritz, mit zwölf Treffern bester Werfer des TVS.

Meistertrainer Ralf Ludwig war am Ende überglücklich: „Wir haben uns für die harte Arbeit belohnt. Wir waren von der ersten bis zur letzten Sekunde auf den Sieg fokussiert und haben den Matchball souverän verwandelt. Die Mannschaft war mental auf den Punkt da und konnte zum richtigen Zeitpunkt ihre Leistung abrufen.“

Unter den Zuschauern befand sich auch Arnulf Meffle, Weltmeister von 1978. „Auf die Linkshänder ist halt Verlass“, meinte er angesichts der Top-Leistung von Christian Fritz augenzwinkernd. Warf der ehemalige Hofweierer seine Tore früher doch ebenfalls mit links.

Tore für Baden-Baden: Fritz 12/5, Grimm 6, Johannes Henke 5, Koch 5, Schuster 2, Unser 2, Jolibois 1, Franz Henke 1.

Tore für Pforzheim/Eutingen: Münch 8, Seganfreddo 5, Schlögl 5, Broschwitz 4/1, Gerstner 2, Strehlau 2, Lupus 2.

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Traumhaft! Die Sandweierer Rheintalhalle stand Kopf, als der Sieg unserer Mannschaft gegen die SG Pforzheim/Eutingen unter Dach und Fach war.

Liebe Fans und Freunde des TV Sandweier/TVS 1907 Baden-Baden! Hoffen wir, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft solche Szenen in der Rheintalhalle wieder erleben dürfen. Bis dahin bleibt gesund und haltet uns die Treue!

Vielen Dank Manfred!

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In diesen Tagen mussten die TVS-Handballer wieder einmal Abschied nehmen von einem Mann, der zu den Legenden unseres Vereins zählt: Manfred Hatz (Vierter von rechts) ist im Alter von 86 Jahren gestorben.
Manfred war einst in den 1960er-/1970er-Jahren Trainer der I. Mannschaft sowie von diversen Jugendteams und hat sich in dieser Zeit große Verdienste um den TV Sandweier erworben. Ausgestattet war Manfred neben seinen fachlichen Qualitäten auch mit einem guten Humor.
Unvergessen bei denen, die dabei waren (darunter auch unser Zweiter Vorsitzender Kurt Hochstuhl), ist in diesem Zusammenhang eine Bahn-Heimfahrt der A-Jugend von einem Turnier in St. Georgen im Schwarzwald. Die Jungs, die übernächtigt und ziemlich müde in den Seilen hingen, wurden bei einem Halt von Manfreds Ruf „Baden-Oos, alles aussteigen“ aufgeschreckt und verließen mitsamt Gepäck überstürzt den Zug. Als alle Spieler auf dem Bahnsteig standen, meinte Manfred trocken: „Das war nur ein Probeausstieg. Wir sind erst in Offenburg, alles wieder einsteigen.“ So war er und so werden wir ihn im Gedächtnis behalten! Vielen Dank Manfred für alles!
Auf dem Foto, das um 1970 herum in der "Blume" entstanden ist, sind weitere TVS-Legenden zu sehen, die mittlerweile leider alle verstorben sind, an die wir an dieser Stelle aber gerne erinnern.
Von links: Josef "Seppi" Schenk, Rudi Völlnagel, Franz Fettig (verdeckt), Heinz Kraft, Ewald Straub, Manfred Hatz, Gotthard Peter, Edgar Merkel und Diethard Schulz.

Geschenk-Tipp für Weihnachten: Der Jahreskalender 2021 des Heimatvereins Sandweier

Kalender 2021

Wer noch ein Geschenk für Weihnachten sucht oder wer ganz einfach etwas Schönes an die Wand hängen möchte, dem sei der Bildkalender 2021 des Heimatvereins Sandweier empfohlen. Auf jeder Monatsseite ist ein interessanter Aspekt aus der Sandweierer Ortsgeschichte dargestellt.

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Aus Sicht des TV Sandweier ragt der Monat Oktober heraus. Zeigt das Foto doch die legendäre TVS-Mannschaft, die in der Saison 1979/80 den Meistertitel in der damaligen Handball-Oberliga Südbaden erringen konnte. Es war vor 40 Jahren schon etwas Außergewöhnliches, was das Team unter der Regie von Trainer Karl Wackershauser geschafft hat. Eine Mannschaft, die fast nur aus Eigengewächsen besteht und die in der überwiegenden Mehrzahl mit waschechten Sandweierern bestückt ist, wird Meister in der damals dritthöchsten deutschen Spielklasse und kämpft (allerdings vergeblich) um den Aufstieg in die zweitklassige Regionalliga. In Südbaden spielten zu jener Zeit nur der Bundesligist TuS Hofweier sowie die Regionalligisten TuS Schutterwald und SV Niederbühl in einer höheren Liga. Die Leistung ist umso beachtlicher, weil sie unter Bedingungen erbracht wurde, die heute nicht mehr vorstellbar sind. Die Heimspiele wurden in Rastatt ausgetragen, trainiert wurde mangels eigener großer Halle in Bühl, Durmersheim, Steinbach, Ebersteinburg und - als Notlösung - in der kleinen Sandweierer Schulturnhalle. Trotzdem standen am Ende der Saison 39:3 Punkte und die souveräne Oberliga-Meisterschaft vor der SG Köndringen/Teningen und der FT 1844 Freiburg zu Buche.
Schön, dass diese besondere Sportgeschichte einer TVS-Mannschaft Eingang in den Kalender des Heimatvereins gefunden hat!

Das Foto zeigt oben von links: Abteilungsleiter Josef Schenk, Rolf Bornhäußer, Harald Ullrich, Klaus Eisele, Josef Bleich, Peter Kinz, Harald Grimm, Kurt Hochstuhl, Trainer Karl Wackershauser, Masseur Franz Schanbacher;
unten von links: Bertram Schäfer, Horst Peter, Alban Walter, Helmut Hirth, Michael Eisele, Roland Müller, Daniel Merkel, Hans-Peter Geiger.

Der einzige Spieler, der nicht in der TVS-Jugend aktiv war, ist Harald Grimm, der beim TB Pforzheim in der Regionalliga aktiv war, den die Liebe nach Rastatt und schließlich zum TVS geführt hat. Klaus und Michael Eisele wuchsen in Rastatt auf, Helmut Hirth ist ein Hauenebersteiner - der Rest: alles echte Sandweierer. Einmalig war das!

Einen Mehrwert gewinnt der Kalender im Übrigen durch die QR-Codes, die bei den einzelnen Monaten angebracht sind. So auch auf der Oktober-Seite, auf der ein Landesschau-Bericht des Südwestfunks vom 26. Januar 1998 von Wolfgang Breuer zu sehen ist, der sich mit der Talentförderung im Handball befasst. Eine Hauptrolle spielt dabei unserer damaliger Jugendspieler Jens Bornhäußer. Zur Wort kommt unter anderem auch Ralf Zitzelsberger, der damals Trainer der I. Mannschaft des TV Sandweier war.

Hier der QR-Code dazu

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Der Link zum Film kann auch direkt an einem PC im Browser eingegeben werden:

https://youtu.be/26K9SrrxqiE

Der Kalender des Heimatvereins kostet 19 Euro und kann in Sandweier gekauft werden bei:
Walburgis-Apotheke
Volksbank
sowie bei Theo Müller, Roland Schäfer und Florian Gantner.

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