
Danke Coach: Unsere Mannschaft verabschiedete Trainer Sandro Catak mit einem souveränen 34:29-Heimsieg gegen den TuS Steißlingen. Fotos: Daniel Merkel
Es waren am Sonntag wieder Momente, die unseren Verein, den TV Sandweier, so liebenswert machen. Das letzte Saisonspiel gegen den TuS Steißlingen wurde einmal mehr zu einem Handball-.Fest, wie man es in der Vergangenheit - regelmäßig Anfang Mai - schon öfter zu sehen bekam. Diesmal gab es zwar weder Meisterschaft noch Aufstieg zu bejubeln - und dennoch war es vor 600 Zuschauern in der Rheintalhalle eine ganz besondere Veranstaltung. Eine Ära ging zu Ende: Trainer Sandro Catak wurde nach sieben Jahren erfolgreicher Tätigkeit beim TVS verabschiedet. Für eine weitere TVS-Legende, Sebastian Wichmann, hieß es ebenfalls, Abschied zu nehmen - wie auch für Jeremias Seebacher, Dominik Merz und Dominik Ströhm. Emotionen pur!
Im BT/BNN werden die Ereignisse folgendermaßen geschildert:
Die Handball-Regionalliga-Runde 2025/26 ist Geschichte. Der TVS 1907 Baden-Baden gewann am 30. Spieltag in der Sandweierer Rheintalhalle gegen den TuS Steißlingen mit 34:29 (18:12) und belegt im Endklassement mit 41:19 Punkten den vierten Platz, was durchaus als großer Erfolg bewertet werden darf. Mit dem finalen Saisonspiel endete bei den Grün-Weißen gleichzeitig auch eine Ära, die von Cheftrainer Sandro Catak geprägt war.
Sieben Jahre lang hatte der Coach das Sagen im Baden-Badener Stadtteil. „Es war eine wunderbare Zeit, die ich nicht missen möchte“, sagte Catak, der nach der Partie gegen Steißlingen vor 600 Zuschauern mit Glanz und Gloria verabschiedet wurde. „Du hast uns auf das nächste Level gehoben“, lobte Simon Riedinger, der Sportliche Leiter des TVS, den scheidenden Trainer.
Neben Catak wurden außerdem vier Spieler des Regionalliga-Kaders verabschiedet. Allen voran Sebastian Wichmann. Der Abwehrspezialist war seit dem Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg im Jahr 2011 ein wichtiger Bestandteil der TVS-Mannschaft. Er absolvierte in 15 Jahren sage und schreibe 358 Spiele im Sandweierer Trikot. Das macht ihn zum unumstrittenen vereinsinternen Rekordmann, was die Anzahl der Einsätze betrifft. Der 36-Jährige tritt künftig kürzer, wird dem TVS aber in jedem Fall verbunden bleiben. Tiefe Spuren hinterlässt auch Jeremias Seebacher in Sandweier, der seit 2021 für den TVS aktiv war und aus persönlichen Gründen zu seinem Heimatverein SG Kappelwindeck/Steinbach zurückkehrt. Dass der Spielmacher und Torjäger aufgrund einer Ellenbogenverletzung lange fehlte, ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass es dem TVS nicht nach ganz vorne gereicht hat.
Zurück in die Heimat, nämlich zur SG Muggensturm/Kuppenheim, zieht es auch Dominik Ströhm. Der Rückraumspieler, der zuletzt verletzungsbedingt passen musste, legt sein Hauptaugenmerk aktuell auf die Prüfung zum Metallbau-Meister und stellt die handballerischen Aktivitäten deswegen zunächst etwas zurück. Schließlich verlässt auch Torhüter Dominik Merz, nach der Verletzung von Andreas Uttke zur Nummer eins aufgestiegen, nach drei Jahren den Regionalligisten und schlägt seine Zelte künftig beim nordbadischen TV Knielingen auf.
Derweil hat der TVS Baden-Baden die Weichen für die Zukunft längst gestellt. Der bisherige Co-Trainer Marius Merkel tritt zusammen mit Markus Koch, bislang Trainer des TVS-Verbandsliga-Teams, die Catak-Nachfolge an. Der Vorteil: Beide Newcomer sind „alte Hasen“ im Geschäft, kennen die Spieler und die Abläufe innerhalb des Vereins, so dass es keiner Eingewöhnungszeit bedarf. Zum vorhandenen Kader stoßen von außen als Zugänge die Torhüter Noah Frensel (HSG Konstanz) und Matthias Meßmer (zurück von der SG Kappelwindeck/Steinbach) sowie Kreisläufer Jonas Kurbel (SG Pforzheim/Eutingen II). Vom TVS-Verbandsliga-Team rücken Lukas Veith und Luca Schlageter, der schon in dieser Saison den Regionalliga-Kader ergänzte, nach oben auf.
Den Status als Zugang hat auch Linkshänder Bennet Löhmar, der sich nach seinem kurzfristigen Wechsel aus Pforzheim mit acht Toren beim 31:29-Sieg in Neuenbürg eindrucksvoll einführte, nach drei Spielen aber verletzungsbedingt ausfiel. Schließlich kann der TVS in der kommenden Saison auch wieder auf Maximilian Strüwing zählen. Der Torjäger, der aufgrund einer Knieverletzung zum Zuschauen verurteilt war und im Titelkampf schmerzlich vermisst wurde, ist wieder zurück im Training und wird in der nächsten Saison wie gehabt die rechte Angriffsseite beackern.
Zum Abschluss seines Engagements in Sandweier erlebte Coach Catak gegen den TuS Steißlingen noch einmal ein Spiel, das von Beginn an von seiner Mannschaft dominiert wurde. Schon zur Halbzeit zeichnete sich beim Stand von 18:12 der Sandweierer Sieg ab. Nach dem Wechsel hielt der TVS den Gegner stets auf Distanz. In der 54. Minute war beim 32:23 die Entscheidung längt gefallen. Überragend beim Sieger waren der elffache Torschütze Andre Ockert sowie Torhüter Dominik Merz, der glänzend parierte und zudem mit Weitwürfen ins verlassene Steißlinger Gehäuse zwei Tore erzielte. Nach Dominik Merz und Thilo Hafner kam in der Schlussphase Marc Jurack als dritter Torhüter zum Einsatz - als Dank für seine Aushilfstätigkeit im Training. Der Debütant setzte dann mit einer gelungenen Parade unmittelbar vor dem Abpfiff den Schlusspunkt hinter eine tolle Vorstellung unserer Mannschaft.
Für den TVS spielten: Dominik Merz 2, Thilo Hafner, Marc Jurack (Tor); Luis Materna 1, Jeremias Seebacher 4, Tim Krauth 6, Elias Dörflinger 5, Julian Schlager 2, Joel Kraus 1, Andre Ockert 11/3, Mirco Schlageter, Luca Schlageter, Maximilian Vollmer 1, Sebastian Wichmann, Elias Meier 1.

Die letzte Ansprache des Trainers an die Mannschaft nach dem finalen Saisonspiel.






















