Für Mirco Schlageter und seine Mannschaftskameraden geht es in Aue darum, wichtige Erfahrungen zu sammeln - und falls sich die Möglichkeit ergibt, auch zu punkten. Foto: Raymund Kunz
Dritte Liga, 23. Spieltag
EHV Aue - TVS 1907 Baden-Baden
Wann: Sonntag, 16. März, 14 Uhr
Wo: Erzgebirgshalle in 08294 Lößnitz (Ringstraße 15)
Rund 500 Kilometer liegen vor den Drittliga-Handballern des TVS 1907 Baden-Baden, wenn sie sich am Sonntag zum Spiel beim EHV Aue aufmachen. Besser gesagt: Das TVS-Team fährt bereits am Samstag in Richtung Aue, übernachtet in der Nähe des Spielorts, um dann am Sonntag einigermaßen ausgeruht in die Partie gegen den Erzgebirgischen Handballverein (EHV) zu gehen. Dabei ist nicht nur die Anreise nach Sachsen anspruchsvoll, auch der Gegner, der zu ungewohnter Anwurfzeit um 14 Uhr in der Erzgebirgshalle von Lößnitz, einem Nachbarort von Aue, auf die Sandweierer wartet, hat es in sich.
Die Gastgeber, die auf eine große Tradition verweisen können, arbeiten unter Profibedingungen und hatten sich als Ziel die Rückkehr in die Zweite Bundesliga gesetzt. Nach einem bislang wechselvollen Saisonverlauf wird es für den aktuellen Tabellendritten aber wohl nicht für einen absoluten Spitzenplatz reichen. So ist der Blick bereits in die nächste Runde gerichtet. Nach einem unbefriedigenden Saisonstart wurde Trainer Philipp Braun durch Rüdiger Bones ersetzt, was allerdings nur eine Interimslösung ist. In Uwe Jungandreas, derzeit bei Zweitligist Dessau-Roßlauer HV unter Vertrag, wurde kürzlich ein renommierter Trainer für die kommende Saison verpflichtet, was zeigt, dass der sportliche Ehrgeiz der Auer ungebrochen ist.
Für die junge Mannschaft des TVS Baden-Baden geht es vor allem darum, gegen den starken Konkurrenten weitere wertvolle Erfahrungen zu sammeln, wobei die eigene prekäre Situation im Tabellenkeller am Sonntag eine untergeordnete Rolle spielt.
TVS-Trainer Sandro Catak freut sich jedenfalls wie alle seine Schützlinge auf die Begegnung: „Ich bin früher während meiner aktiven Zeit als Spieler immer gerne in Aue aufgelaufen. Die Stimmung in der Lößnitzer Erzgebirgshalle ist wirklich außergewöhnlich. Das ist Gänsehautatmosphäre pur.“