Am Samstag, 4. April, um 18 Uhr hätte eigentlich der Anpfiff zum Oberliga-Spiel SG Pforzheim/Eutingen gegen TVS 1907 Baden-Baden  erfolgen sollen. Da dies aus den bekannten Gründen nicht möglich ist, wollen wir an dieser Stelle einen kleinen Rückblick starten auf bisherige Begegnungen, in denen sich die beiden Kontrahenten gegenüberstanden.

Freitag, 22. November 2019: Im Hinspiel der Saison 2019/20 trennten sich die beiden Teams in der Sandweierer Rheintalhalle in einer packenden Partie 20:20 unentschieden. Das Spiel ist an Dramatik nicht zu überbieten. Hier noch einmal die Schlussphase, in der sich die Ereignisse überschlagen:

Die Uhr zeigt 58 Minuten und 32 Sekunden an.
Sören Schmid legt für Pforzheim/Eutingen per Siebenmeter zum 19:20 vor.
58:53 Auszeit TVS 1907 Baden-Baden.
59:10 Max Mitzel erzielt für den TVS den Ausgleich zum 20:20.
59:42 Auszeit SG Pforzheim/Eutingen. Danach Drama pur. Pforzheim verliert den Ball und Manuel Mönch. Der SG-Torjäger blockiert absichtlich den Ball und wird dafür regelkonform disqualifiziert. Zudem gibt es Siebenmeter für den TVS.

Die Uhr zeigt 59:50 an. Jonas Schuster, der zuvor drei Siebenmeter sicher verwandelt hat und mit insgesamt sieben Treffern erfolgreichster  Torschütze auf dem Feld ist, übernimmt die Verantwortung, wirft an SG-Torhüter Bastian Rutschmann vorbei, trifft aber nur den Pfosten...

Pforzheim/Eutingen startet blitzschnell zum Gegenangriff und erhält in allerletzter Sekunde noch einen Freiwurf zugesprochen. Es ist genau 22 Uhr. Der Sandwierer Sandhas (links) hebt seine Maske, unsere Abwehrmauer die Arme... 

Letzter Wurf

Der Pforzheimer Jonathan Buck tritt in letzter Sekunde zum finalen Freiwurf an. Die TVS-Abwehr blockt... 

Messi700

....und TVS-Keeper Matthias Meßmer fängt den Ball mit einer Hand. Abpfiff. Endstand 20:20.

Am  Samstag, 21. April 2018 feiert der TVS 1907 Baden-Baden in der Rheintalhalle nach dem 34:28-Sieg im Spitzenspiel gegen Pforzheim/Eutingen in der ausverkauften Rheintalhalle die Meisterschaft in der Baden-Württemberg-Oberliga:

22 April 18

Der Höhepunkt in der Sandweierer Vereinsgeschichte. Der TVS sichert sich in der proppevollen Rheintalhalle den Oberligatitel 2017/18.

3. April 2020

Der Deutsche Handball-Bund hat auf seiner Internet-Seite folgende Erklärung veröffentlicht:

BESCHLÜSSE UND VORSCHLÄGE ZUM SPIELBETRIEB

DHB-Präsidium empfiehlt Landesverbänden Beendigung der Saison / DHB-Pokal 2020/21 soll ausgesetzt werden

Der Deutsche Handballbund hat sich in den vergangenen Wochen intensiv mit den Folgen der Corona-Pandemie für den Spielbetrieb auseinandergesetzt, weitere Beschlüsse gefasst und Vorschläge für die Wettbewerbe des Verbandes formuliert.

Der Spielbetrieb bleibt – wie bereits am 13. März beschlossen – deutschlandweit bis einschließlich 19. April ausgesetzt. Für die folgende Zeit empfiehlt das DHB-Präsidium die Beendigung des Spielbetriebes der Saison 2019/20 in den Landesverbänden, also in den Klassen unterhalb der 3. Liga. Das reguläre Saisonende ist der 30. Juni. Alle relevanten Spielordnungsregelungen stellen auf diesen Termin als Saisonende ab. Zudem legt das Präsidium den Meldeschluss für die Folgesaison der 3. Liga auf den 15. Mai fest und empfiehlt den Landesverbänden eine entsprechende Terminierung.

Die Handball-Bundesliga der Männer und der Deutsche Handballbund für die 3. Liga und die Jugend-Bundesliga vertagen eine Entscheidung über Abbruch oder Fortführung der laufenden Saison 2019/20 abhängig von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und entsprechender behördlicher Auflagen auf einen späteren Zeitpunkt. Die Handball-Bundesliga der Männer beabsichtigt derzeit, den Spielbetrieb spätestens zum 16. Mai wieder aufzunehmen. Die Handball Bundesliga Frauen hat ihren Spielbetrieb der laufenden Saison bereits Mitte März beendet.

Außerdem spricht sich das DHB-Präsidium dafür aus, den DHB-Pokal der Männer und Frauen sowie den Amateurpokal der Männer in der Saison 2020/21 nicht durchzuführen. Regelungen zu den Final-Four-Turnieren um den DHB-Pokal liegen in der Zuständigkeit der Ligaverbände HBL und HBF.

DHB, HBL und HBF haben sich darauf verständigt, dass es auch bei Saisonabbrüchen keine Absteiger (mit der Ausnahme von bereits zurückgezogenen Mannschaften bzw. sogenannter „wirtschaftlicher Absteiger“), sondern lediglich Aufsteiger in die Saison 2020/21 geben soll. Dies gilt entsprechend für die 3. Ligen. Eine Übernahme dieser Regelung wird im Sinne der Einheitlichkeit für die Umsetzung auf Landesverbandsebene empfohlen.

Bezüglich der Wertung der Saison 2019/20 ist noch keine Entscheidung getroffen. Diese findet in Abstimmung zwischen den Ligen und Landesverbänden und mit der hierfür eingesetzten Arbeitsgruppe des Deutschen Handballbundes statt. Hierüber sowie über die Entscheidung einer Aussetzung der kommenden Pokalsaison sowie eine eventuell notwendige Anpassung der Grundlagenverträge und weitere erforderliche Änderungen der Ordnungen und bestehender Beschlüsse entscheiden die Mitglieder im Bundesrat des Deutschen Handballbundes mittels Umlaufbeschluss.

Für die Jugendbundesliga und die Deutschen Meisterschaften der Jugend unterbreitet der Jugendspielausschuss Vorschläge zum weiteren Vorgehen im Falle eines Saisonabbruches. Über die Fortführung und Wertung des Jugendspielbetriebs entscheiden die Landesverbände für deren jeweiligen Zuständigkeitsbereich.

„Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben und damit auch den Handball fest im Griff. Absoluten Vorrang haben Gesundheit und eine bestmögliche Bekämpfung des Coronavirus. Wir stehen jedoch auch in der gemeinsamen Verantwortung, für den deutschen Handball eine rechtssichere und zukunftweisende Lösung im Umgang mit dieser noch nie dagewesenen Situation zu finden“, sagt Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes. Hans Artschwager, Sprecher der Landesverbände im Deutschen Handballbund, erklärt: „Ich bedanke mich für die sehr enge und konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten. Wir haben für den deutschen Handball eine gemeinsame Lösung gefunden. Unsere Landesverbände können jetzt weiter planen.“

Eine aus den DHB-Präsidiumsmitgliedern Carsten Korte (Vorsitzender des Jugendspielausschusses), Gunter Eckart (Präsident Hessischer HV), Hans Artschwager (Präsident HV Württemberg und Sprecher der Landesverbände), Uwe Schwenker (Präsident der Handball-Bundesliga der Männer) und Andreas Thiel (Präsident der Handball Bundesliga Frauen) bestehende Arbeitsgruppe hat in mehreren Runden getagt und beraten, um die spieltechnische Grundlage für die Folgen der Corona-Pandemie zu schaffen.

MM und FH und JH800

Am Freitag, 3. April, startet die 19. Auflage von Marc Marshalls "Welt der Musik". Unser Edelfan, der nicht nur toll singen kann, sondern auch der Patenonkel unserer Oberliga-Spieler Franz und Johannes Henke ist, gastiert diesmal beim Sponsor des TV Sandweier/TVS 1907 Baden-Baden, dem Baden-Badener Modehaus Wagener.
18 Mal hintereinander ist Marc Marshall bislang aufgetreten: zu Hause im Wohnzimmer, im Roomers, in der Bernharduskirche, zuletzt in der Theodor-Heuss-Schule.
Stets waren die (Kammer-)Konzerte, mit denen Marc Marshall den Menschen in diesen schwierigen Zeiten so viel Freude bereitet, ein Genuss. Zu sehen und hören ist Marc Marshall, der vom begnadeten Pianisten René Krömer begleitet wird, auf Facebook und Instagram unter Marc Marshall live.
Los geht's wie jeden Tag um 19 Uhr. Natürlich ohne Publikum in Saal. Wir lauschen am PC, Laptop, Tablet und Handy und freuen uns, wenn auch Du dabei bist und damit diese außergewöhnliche Aktion unterstützt!

Statement von Gundolf Fleischer, Präsident des Badischen Sportbundes Freiburg, zu Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Sportvereine und -verbände in Südbaden

Derzeit ist es die zentrale Aufgabe des Sports, hinter der alle anderen, insbesondere materiellen, Probleme zurückzustehen haben, in vorbildlicher Weise alles zu tun, damit die Gefahr für Gesundheit und Leben in unserem Land minimiert wird.

Parallel hierzu war es für den Sport von großer Wichtigkeit, von der Politik die Zusage zu erhalten, auch ihn unter den finanziellen Schutzschirm von Bund und Land zu stellen. „Mit Dank habe ich die entsprechenden grundsätzlichen und konkreten Zusagen der baden-württembergischen Sportministerin Dr. Susanne Eisenmann zur Kenntnis genommen“, so BSB-Präsident Gundolf Fleischer.

„In vielen Kontakten und Gesprächen mit Fachverbänden und Vereinen in Südbaden in den letzten Tagen ist mir – Stand heute – von keinem einzigen Fall existenzieller finanzieller Not berichtet worden. Vielmehr ist spürbar, dass Zusammenhalt und Treue zum Verein bei den meisten im Vordergrund stehen und eine neue Qualität erhalten haben“, so Fleischer weiter.

„Allerdings ist mir durchaus bewusst, dass mit fortschreitender Dauer, insbesondere Vereine mit einem überwiegend wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, finanzielle Probleme bekommen werden.“ In diesen Fällen haben Bund und Land Baden-Württemberg bereits Rettungsschirme auf den Weg gebracht, unter die auch Breitensportvereine fallen können, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben. Hierzu zählen z. B. Kurzarbeitergeld oder Hilfen für Solo-Selbstständige und Freiberufler. Im Sport gibt es viele Trainerinnen und Trainer, die für ihre Vereine Kurse im Fitness-, Gesundheits- oder auch Rehabilitationsbereich anbieten.

„Sollte sich allerdings wegen der Dauer der Pandemie die Existenznot auch auf mittlere und kleinere Vereine ausdehnen, so bin ich der Ministerin für ihre Aussage dankbar, dass das Land auch in diesen Fällen den Sport nicht im Stich lassen wird. Als Beispiel möchte ich die Übungsleiter-Pauschalen der Vereine nennen, welche für den organisierten Sport immens wichtig sind. Auch hier werden Landesregierung und Sport eine befriedigende Lösung finden“, so Fleischer.

Dennoch müsse, so der BSB-Präsident weiter, „jetzt erst einmal abgewartet werden, wie lange die Kontaktbeschränkung aufrechterhalten werden muss. Ich habe Fachverbände und Vereine gebeten, ihre finanziellen Nachteile und Einbußen fortlaufend festzuhalten, um nach Beendigung der Krise mit der Politik ein angemessenes Sonderpaket zu schnüren.“

Badischer Sportbund Freiburg
Gundolf Fleischer, Präsident

Christian Forcher, Vizepräsident Recht des Südbadischen Handball-Verbands, erläutert auf der SHV-Homepage den aktuellen Sachstand: 

Liebe Handballfreunde,

im Auftrag des Präsidiums des SHV möchte ich Euch über den aktuellen Stand unserer Überlegungen zur virusbedingten Unterbrechung der Hallenrunde 19/20 informieren.

Die Präsidiumsmitglieder machen sich derzeit genauso wie viele andere Verantwortliche Gedanken, ob es möglich sein wird, die Runde fortzusetzen.

Unsere Erwägungen müssen aufgrund der derzeitigen Situation auch die Frage des „Was wäre, wenn“ für den Fall der Nichtfortführung der Runde und damit der Bewertung der absolvierten Spiele miteinbeziehen.

Die Frage der Fortführung der Runde hängt von Dingen ab, die wir derzeit nicht oder nur schwer beurteilen können. Die Beschlusslage des Deutschen Handballbundes ist klar: der gesamte Spielbetrieb der Erwachsenen soll bis mindestens 19.04.2020 ausgesetzt werden. Mit den spieltechnischen Konsequenzen sowie den Rahmenbedingungen des Spielbetriebes befasst sich derzeit eine übergreifende Arbeitsgruppe.

Für uns in unserem Zuständigkeitsgebiet Südbaden stellt sich die Situation wie folgt dar: Aufgrund der Staffelung des Dachverbandes und seiner Gebietsverbände kann es grundsätzlich in diesem Bereich nur einheitliche Lösungen zur Wertung der Runde 2019/2020 geben.

Die Fragen des Spiel- und Wertungsbetriebes der dritten Liga (DHB) geben Bedingungen für die Oberligen (und damit für die dort zuständigen 3 Verbände) vor, die Oberliga Baden-Württemberg wiederum gibt die Rahmenbedingungen für den Spielbetrieb unserer höchsten Liga, der Südbadenliga, vor. Wir in Südbaden sind damit an die 3 Verbände im Süden gebunden, die 3 Südverbände der Handball Oberliga B-W an den DHB.

Das bedeutet für uns derzeit, dass wir zum einen schlicht die aktuellen Ereignisse von Tag zu Tag bewerten müssen und bis kurz vor dem 19.04.2020 auf eine Entscheidung des DHB im Hinblick auf die Fortsetzung der Runde warten müssen.

Das heißt aber auch, dass wir bezogen auf die Bewertung der Runde 2019/2020 und die Konsequenzen für den Spielbetrieb 20/21 ebenfalls auf die rechtlichen Rahmenbedingungen des DHB verwiesen sind.

Die Entscheidung, ob oder wie die Runde zu werten sein wird, wird für uns voraussichtlich verbindlich, es sei denn, der DHB lässt eine sogenannte Öffnungsklausel („Die Landesverbände können im Rahmen Ihrer Zuständigkeit abweichende Bestimmungen erlassen.“) zu, was wohl eher nicht wahrscheinlich sein wird. Im Rahmen der Entscheidungsfindung beim DHB haben wir uns als Verband deutlich positioniert.

Für den Fall des Zulassens einer eigenen Regelung des Verbandes haben wir uns vorbereitet und wären in der Lage, unmittelbar nach der Entscheidung des DHB zu reagieren und unsere Vorstellung zur Bewertung der Rundes 2019/2020 umzusetzen.

Wir hoffen alle immer noch, dass es solch schwieriger, sicherlich nicht in jedem Fall „gerechter“ Lösungen nicht bedarf, aber verkennen nicht, dass wir vorbereitet sein müssen.

Dies soweit zur aktuellen Lage.

Bleibt gesund bis zum Wiedersehen in den Hallen….

Christian Forcher

VP Recht SHV