1. Mai 2020

DHB und Landesverbände geben Vereinen mit „Return to play“ klare Handlungsempfehlungen

Erst allein, dann zusammen und schließlich wieder als Mannschaft vor Zuschauern: Am vergangenen Donnerstag hat der Deutsche Handballbund sowohl dem DOSB als auch seinen Landesverbänden ein Positionspapier zur verantwortungsvollen Wiederaufnahme des Amateursports mit besonderer Berücksichtigung von Angeboten für Kinder und Jugendliche übermittelt. Mit Hilfe eines acht Stufen umfassenden, von den zehn Leitplanken des DOSB flankierten Plans soll die Rückkehr in einen Spielbetrieb auch mit Zuschauern gelingen.

Die geplanten Stufen sind:

  • STUFE 1: Autonomes Training (Athletik- und/oder Techniktraining mit Trainingsempfehlungen/aktueller Stand)
  • STUFE 2: Individuelles Training (Athletik- und/oder Techniktraining mit Partner*in oder Anleitung durch Trainer*in)
  • STUFE 3: Kleingruppentraining outdoor (handballspezifisches Training ohne Zweikämpfe)
  • STUFE 4: Kleingruppentraining indoor (handballspezifisches Training ohne Zweikämpfe)
  • STUFE 5: Mannschaftstraining (handballspezifisches Training ohne Zweikämpfe)
  • STUFE 6: Mannschaftstraining + (handballspezifisches Training mit Zweikämpfen)
  • STUFE 7: Testspiel- und Wettkampfbetrieb (ohne Publikum)
  • STUFE 8: Wettkampfbetrieb + (Spielbetrieb mit Publikum)

Das Positionspapier „Return to play“ gibt klare Handlungsempfehlungen, wie Trainingsprozesse in den verschiedenen Stufen mit Blick auf Hygiene- und Schutzmaßnahmen organisiert werden und wie zum Beispiel Handballfelder mit Blick auf die Abstandsregelungen aufgeteilt werden können. „Der Handball lebt vom Kontakt, aber Abstand ist das aktuelle Gebot. Angesichts der Corona-Pandemie müssen wir deshalb kreative und weiter verantwortungsvolle Möglichkeiten finden, wie wir das Training auch in den Sporthallen wieder aufnehmen und zum Spiel zurückkehren können“, sagt Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes. „Oberste Priorität hat weiterhin der Infektionsschutz, aber wir müssen auch in dieser Zeit darauf achten, dass wir unsere Vereinsstrukturen erhalten und vor allem Kindern und Jugendlichen die Wiederaufnahme von Training ermöglichen.“

Das Positionspapier steht unter dhb.de/returntoplay zum Download zur Verfügung. Weitere Materialien, die Vereine in ihrer Kommunikation und zur praktischen Gestaltung des Wiedereinstiegs nutzen können, werden nach und nach zur Verfügung gestellt. Georg Clarke, Mitglied des DHB-Präsidiums, Vorsitzender der Jugendkommission und Präsident des Bayrischen Handballverbandes, sagt: „Über den Handballsport in den Vereinen finden Kinder und Jugendliche Halt und Orientierung. Wir haben mit ehrenamtlichem Engagement wertvolle Strukturen geschaffen. Diese möchten wir in Abstimmung mit Politik und Behörden weiter mit Leben füllen.“

In der aktuellen Version des Positionspapiers sind für die jeweiligen Stufen auch Starttermine hinterlegt. Diese sind jedoch abhängig von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und möglichen Lockerungen. Schober: „Deutscher Handballbund und Landesverbände bleiben auf allen Ebenen im Austausch mit Politik und Behörden. Wichtig für den Handball und generell für den Mannschaftssport ist, dass wir in einer sinnvollen Diskussion um Lockerungen Gehör finden, um den Handballsport den Umständen angepasst wieder zurück in die Hallen zu bringen.“

28. April 2020

Nach wie vor ruht der Sportbetrieb und das wird auch noch längere Zeit so bleiben. Klarheit herrscht mittlerweile, in welchen Klassen die überbezirklich agierenden Senioren-Mannschaften des TV Sandweier in der kommenden Saison vertreten sind.

Unsere I. Herren-Mannschaft, der TVS 1907 Baden-Baden, der die Oberliga-Runde 2019/20 auf dem sehr guten fünften Platz abschloss und dabei nur zwei Punkte vom Aufstiegsrang entfernt war, wird wie bisher im baden-württembergischen Handball-Oberhaus um Punkte kämpfen.

Die zweite Mannschaft belegte beim Abbruch der Runde Platz eins in der Landesliga Nord und ist damit Meister. Herzlichen Glückwunsch dazu. Die Spieler und Verantwortlichen haben sich dafür ausgesprochen, das Aufstiegsrecht wahrzunehmen. Somit ist erstmals in der TVS-Vereinsgeschichte die zweite Mannschaft in der Südbadenliga, der höchsten Klasse des Südbadischen Handball-Verbands, am Start. Dies wird sicherlich für alle Beteiligten eine anspruchsvolle Aufgabe, der wir uns aber gerne stellen.

Eine Klasse tiefer geht es dagegen für unsere Frauen-Mannschaft, die als SG Baden-Baden/Sandweier am Spielbetrieb teilnimmt ist. Obwohl das Team die Südbadenliga-Saison 2019/20 als Tabellenletzter abschloss, hätte die SG im südbadischen Oberhaus weiterspielen können, da es angesichts des Corona-bedingten Saisonabbruchs diesmal grundsätzlich keine Absteiger gibt. Da sich allerdings ein personeller Umbruch innerhalb der Mannschaft abzeichnete, hat sich die SG-Leitung entschlossen, freiwillig in die Landesliga Frauen zurückzugehen und dort den Neuaufbau voranzutreiben. Dies ist sicherlich eine vernünftige Entscheidung, die den Talenten zugute kommen dürfte, die in den Damenbereich aufrücken.

Die Corona-bedingte Zwangspause ist natürlich Gift für jeden umtriebigen Verein. Das, was wir alle am liebsten machen, nämlich unseren sportlichen Aktivitäten nachgehen, ist derzeit unmöglich. Es hilft aber alles nichts. Es muss und wird weitergehen. Mittlerweile haben im Verein erste fruchtbare Gespräche über das weitere Vorgehen stattgefunden.

Wie in guten Tagen, so ist es erst recht in diesen schwierigen Zeiten notwendig, zusammenzuhalten und Solidarität zu zeigen. Das gilt gegenüber unseren Mitgliedern, aktiven wie passiven, unseren Helfern, Fans, Freunden und natürlich vor allem auch gegenüber unseren Sponsoren. Wir bieten auf diesem Weg unsere Hilfe an - und keiner soll sich scheuen, an uns heranzutreten, wenn wir etwas tun können.

Die Mitgliederversammlung des Turnverein Sandweier, die am 8. Mai stattfinden sollte, muss aus bekannten Gründen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Eine Information in diesem Zusammenhang: Ursprünglich wollte ich nach 14-jähriger Amtsinhaberschaft nicht mehr für das Amt der Ersten Vorsitzenden kandidieren. Angesichts der besonderen Umstände gilt diese Aussage nicht mehr. Falls es gewünscht wird und ich bei der noch zu terminierenden nächsten Mitgliederversammlung wiedergewählt werde, will ich mich weiter als Erste Vorsitzende für den Turnverein Sandweier engagieren.

Ich bin überzeugt, dass wir die Krise zusammen durchstehen und gestärkt daraus hervorgehen.

Karin Fierhauser-Merkel

Erste Vorsitzende

Laetitia800

Auf dem YouTube-Kanal des DHB geben aktuelle Nationalspielerinnen und -Spieler Trainingstipps für zu Hause. Am Ball ist dabei  auch Jugend-Nationalspielerin Laetitia Quist, die bekanntlich beim TV Sandweier das Handball-Abc erlernt hat und jetzt für den Bundesligisten TuS Metzingen aktiv ist. Zur Zeit weilt sie in der Heimat.
Wer genau hinschaut, erkennt auf dem Video den Sandweierer Kirchturm. Und jetzt viel Spaß beim Nachmachen...

Zum Video 

Am Montag, 15. April 2013, stand in der Zeitung, was sich zwei Tage zuvor (am Samstag, 13. April) in der Sandweierer Rheintalhalle zugetragen hatte. Unsere Mannschaft bezwang den Tabellenführer TGS Pforzheim durch ein Tor von Fabian Hochstuhl in letzter Sekunde. Es war der Auftakt einer Serie von fünf Siegen in Folge, die dem TVS am Ende den Klassenerhalt bescherte.

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Und das war der Spielbericht in den BNN:

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