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Sonntag, 11. September 2011, kurz vor 17 Uhr: Der TV Sandweier bestreitet in der Weinsberger Weibertreuhalle sein erstes Oberligaspiel überhaupt. Für den TVS sind im Einsatz: Simon Riedinger (von links), Sven Beck, Fabian Hochstuhl, Franz Henke, Philipp Kinz, Mike Stall, Max Mitzel, Johannes Henke, Sebastian Wichmann, Tobias Zaum, Daniel Grimm, Simon Bornhäußer und Sven Braun. Acht Jahre später erfolgt der Saisonstart erneut in Weinsberg.

Handball-Baden-Württemberg-Oberliga
TSV Weinsberg - TVS 1907 Baden-Baden
Wann: Sonntag, 8. September 2019, 17 Uhr
Wo: Weibertreuhalle Weinsberg 
Fan-Info: Es fährt ein Bus. Abfahrt ist um 13.30 Uhr an der Rheintalhalle

Das erste Saisonspiel in der Handball-Oberliga führt den TVS 1907 Baden-Baden am Sonntag (17 Uhr) zum TSV Weinsberg. Nach dem Abstieg aus der Dritten Liga geht es für die Sandweierer unter dem neuen Trainer Sandro Catak darum, im baden-württembergischen Oberhaus schnell in die Spur zu finden.
Seinen Beitrag dazu leisten soll der kurzfristig verpflichtete David Bonelli. Der talentierte 19-Jährige spielte bislang beim nordbadischen Drittligisten SG Nußloch, der den Nachwuchsakteur nach Sandweier ziehen ließ, ihn aber weiterhin im Fokus hat. Der neue Mann ergänzt den nicht gerade üppigen Kader, der aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Johannes Henke und Markus Koch einer Aufstockung bedurfte.
In Weinsberg, wo der TVS im September 2011 seine erste Oberliga-Partie überhaupt bestritt, erwartet die Catak-Schützlinge eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. In der vergangenen Runde rollte die Mannschaft aus dem Landkreis Heilbronn nach schlechtem Start gegen Ende das Feld von hinten auf und belegte schließlich mit 27:29 Punkten noch den zehnten Platz. Die Bilanz in den bisherigen acht Oberliga-Vergleichen der beiden Teams ist ausgeglichen, wobei es bis dato ausschließlich Heimsiege gab. Diese Serie möchte der TVS unterbrechen und erstmals als Gewinner aus der Weibertreuhalle gehen.
Coach Catak absolvierte mit seiner Mannschaft eine insgesamt ordentliche Vorbereitung, bezeichnet die Auftaktbegegnung indes als „Wundertüte“. Catak: „Keiner weiß so richtig, wo man steht.“ Basierend auf einer kompakten Abwehr, hofft er darauf, dass in den vergangenen Wochen die Grundlagen dafür gelegt wurden, um in Weinsberg zu bestehen.

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Anspiel im ersten TVS-Oberliga-Spiel in Weinsberg: Fabian Hochstuhl (links) spielt den Ball zu Daniel Grimm. Philipp Kinz und Sven Braun (rechts) schauen zu, Doris Heberle sitzt an der Uhr. 

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Zugang David Bonelli (Mitte) wird in der Sandweierer Rheintalhalle von TVS-Abteilungsleiter Fabian Hochstuhl (links) und Trainer Sandro Catak begrüßt.

Die Wurzeln väterlicherseits sind in Italien. Papa und Großvater stammen aus Rom. Dass die Mutter aus Deutschland kommt, ist sicherlich ein Grund dafür, dass David Bonelli mit dem Handball spielen angefangen hat - zunächst bei seinem Stammverein SG Nußloch, dann in Leutershausen in der Jugend-Bundesliga und zuletzt wieder in Nußloch. Ab sofort trägt der 19-Jährige das Trikot des Baden-Württemberg-Oberligisten TVS 1907 Baden-Baden.
Kurz vor Saisonbeginn schlug der TVS also noch einmal auf dem Transfermarkt zu. Da Johannes Henke und Markus Koch noch angeschlagen sind und Maik Holfelder privat verhindert ist, herrschte ein Vakuum auf der Linksaußen-Position. TVS-Trainer Sandro Catak aktivierte seine guten Beziehungen zu Marc Nagel, Trainer des Drittligisten Nußloch, und schon war der Wechsel von David Bonelli perfekt. 
Der Nachwuchsspieler aus Nordbaden, der über Drittligaerfahrung verfügt und weiterhin engen Kontakt nach Nußloch hält, hat gerade sein Abitur gemacht und wartet nun auf einen Studienplatz im Fach Sonderpädagogik. Sandro Catak ist überzeugt: "Er ist ein junger, ehrgeiziger und technisch sehr gut ausgebildeter Spieler, der uns sicherlich weiterhilft." Der neue Mann wurde von der Sandweierer Mannschaft gut aufgenommen und freut sich auf die anstehenden Aufgaben im TVS-Trikot. Der erste Eindruck des Schreibers: Das passt!

Aus den Badischen Neuesten Nachrichten vom 4. September 2019

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DER TVS BADEN-BADEN 2019/20: Sebastian Wichmann, Jonas Schuster, Christian Fritz, Markus Koch, Matthias Seiter, Julian Schlager, Trainer Sandro Catak, Co-Trainer Marius Merkel (oben von links); Dieter Jurack (Förderverein), Torwarttrainer Frank Zink, Maik Holfelder, Niklas Jolibois, Han Völker, Franz Henke, Johannes Henke, Max Mitzel, Physio Kai Wilke (Mitte von links); Mannschaftsverantwortlicher Simon Riedinger, Maximilian Vollmer, Dominik Horn, Matthias Meßmer, Thilo Hafner, Luca Hable, Maskottchen „Sandhas“ (unten von links).  Es fehlen: Jannik Geisler und David Bonelli. Foto: Collet

Der TVS Baden-Baden meldet sich in der Oberliga zurück
Sandweierer Handballer gehen mit Coach Catak in achte Saison im baden-württembergischen Oberhaus

Baden-Baden. Die Dritte Liga ist passé, die Handballer des TVS 1907 Baden-Baden starten in der am Wochenende beginnenden Saison 2019/20 wieder in der Baden-Württemberg-Oberliga. Zum insgesamt achten Mal kämpfen die Sandweierer in der vierthöchsten deutschen Klasse um Punkte.
Von einem Gewöhnungseffekt kann freilich nicht die Rede sein, wie der Mannschaftsverantwortliche Simon Riedinger betont: „Für uns ist es nach wie vor etwas Besonderes, dass wir in der Oberliga mitmischen und uns dort mit hochkarätigen Konkurrenten messen können.“ Nach der sensationellen Meisterschaft 2017/18 und dem folgenden weitaus weniger erfolgreichen Drittliga-Intermezzo geht es für das Aushängeschild des Bezirks Rastatt nun zunächst darum, in der Baden-Württemberg-Oberliga wieder schnell Fuß zu fassen. Dies unter der Regie des neuen Trainers Sandro Catak (zuletzt Heidelsheim/Helmsheim), der die bewährten Kräfte Marius Merkel (Co-Trainer) und Frank Zink (Torwarttrainer) an seiner Seite hat.
Nach vier Spielzeiten unter Coach Ralf Ludwig, von dem sich der TVS in der Schlussphase der vergangenen Runde trennte, dessen Verdienste aber unbestritten sind, kann Catak mit einem im Wesentlichen unverändert gebliebenen Kader arbeiten. „Das erleichtert natürlich vieles“, sagt der neue Trainer, der früher als Spieler unter anderem beim TV Willstätt in der Zweiten Bundesliga aktiv war.
Wie sich der Rückzug von Routinier Simon Bornhäußer in die zweite TVS-Mannschaft auswirkt, ist derweil noch nicht so richtig einzuschätzen. Als Zugänge kann der TVS Baden-Baden Kreisläufer Jannik Geisler (Amicitia Viernheim), Torhüter Matthias Meßmer (BSV Phönix Sinzheim) und Linksaußen Maik Holfelder (zweite Mannschaft) präsentieren. Kurzfristig konnte auch noch David Bonelli vom Drittlisten SG Nußloch verpflichtet werden. Neben Bornhäußer sind Nikolaj Unser (HC Neuenbürg) und Torwart Julian Bissinger (TuS Helmlingen) ausgeschieden.
In Verlauf der intensiven Vorbereitung auf die am Sonntag (17 Uhr) mit der Auswärtspartie im württembergischen Weinsberg beginnenden neuen Saison sah Catak Höhen und Tiefen bei seiner Mannschaft. „Wir müssen versuchen, die schlechten Phasen zu minimieren“, sagt er. Zuletzt ist dies beim überzeugenden 36:21-Testspielerfolg gegen den Südbadenligisten SG Muggensturm/Kuppenheim gelungen. „Abwarten, wie sich das unter Wettkampfbedingungen darstellt“, gibt Catak zu bedenken.
Das Startprogramm ist einerseits attraktiv, andererseits aber auch nicht einfach. Nach dem Auftakt in Weinsberg, wo der TVS im Übrigen in der Saison 2011/12 seine allererste Oberligapartie überhaupt und 2017/18 sein bis dato letztes Oberligaspiel bestritt, wird am 14. September der Aufsteiger SV Fellbach zur ersten Heimbegegnung in Sandweier erwartet. Danach geht es gegen zwei südbadische Rivalen. Am 21. September gastiert der TVS Baden-Baden beim Neuling TuS Schutterwald, ehe am 28. September die SG Köndringen/Teningen ihre Visitenkarte in der Rheintalhalle abgibt.
„Wir nehmen es, wie es kommt“, sagt Catak, der sich nach eigener Aussage bei seinem neuen Verein schnell eingelebt und am familiären Umfeld Gefallen gefunden hat.

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Zusammen sind unsere drei Zugänge Jannik Geisler (von links), Matthias Meßmer und Maik Holfelder insgesamt 66 Jahre alt. Jeder für sich blickt auf 22 Jahre Lebenserfahrung zurück. Alle drei sind sympathische Typen und wollen sich in der Oberliga durchsetzen. Das war's dann aber mit den Gemeinsamkeiten. Wie das Foto zeigt, kämpfen sie in unterschiedlichen Gewichts- und Größen-Klassen.
Der Längste ist Keeper Matthias Meßmer. Wie unser Torwarttrainer Frank Zink ist er ein echter Kappelwindecker. Er spielte zuletzt für den Südbadenligisten BSV Phönix Sinzheim, zuvor in der Jugend der SG Kappelwindeck/Steinbach und bei der SG Altenheim/Ottenheim. Bei der SG aus der Ortenau sammelte er Erfahrungen in der Jugend-Bundesliga und traf damals unter anderem auf seinen neuen Mannschaftskameraden Jannik Geisler. Dieser kommt aus Schwetzingen. Mit der HG Oftersheim/Schwetzingen spielte der Kreisläufer in der Jugend-Bundesliga und in der Dritten Liga. Zuletzt war er beim Badenligisten Amicitia Viernheim aktiv.
Last not least: Maik Holfelder, der wohl als die Entdeckung der Vorbereitung bezeichnet werden kann. Der Kuppenheimer, der über die Jugend der SG Kappelwindeck/Steinbach nach Sandweier kam, steht in seinem vierten Jahr beim TVS auf dem Sprung in die erste Garnitur. Schon in der vergangenen Landesliga-Saison zeigte die Leistungskurve des schnellen Linksaußen steil nach oben. In der Vorbereitung schloss er nahtlos an diese Leistungen an und klopft nun an die Tür zur Baden-Württemberg-Oberliga.
Eine Gemeinsamkeit gibt es dann doch noch: Alle drei Neuen möchten mit dem TVS erfolgreich sein!

Südbadischer Pokal, erste Runde:
SG Muggensturm/Kuppenheim II - TVS 1907 Baden-Baden II 20:30 (11:16)

Relativ sicher setzte sich unser Landesliga-Team in Muggensturm durch und erreichte damit die zweite Runde im südbadischen Pokal. Dabei kommt es am Mittwoch, 2. Oktober, in der Sandweierer Rheintalhalle zum interessanten Derby gegen den BSV Phönix Sinzheim. Der Südbadenligist setzte sich in Ottenhöfen 34:26 durch. Der neue TVS-Coach Frank Schulmeister trifft dabei auf seinen Heimatverein.
Tore für den TVS: Simon Bornhäußer 12/3, Luca Hable 6, David Fritz 4, Philip Schulz 3/2, Markus Raster 2, Fabian Walter 2, Max Kuypers 1.