Bleibt es im Oberligaspiel des TVS 1907 Baden-Baden beim TSV Zizishausen beim 31:31 oder gibt's für den TVS 1907 Baden-Baden einen Sieg am grünen Tisch? Die Fakten sind klar. Nun muss das Sportgericht entscheiden. Auf der Homepage des TSV Zizishausen (www.tsv-zizis.de) wird der betroffene Vorgang folgendermaßen dargestellt: .

Der TSV Zizishausen kommt nicht in ruhiges Fahrwasser. Wer geglaubt hatte, dass der vergebene Siegestreffer zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff das Schlimmste der Gefühle sei, der wurde nach der Partie gegen den TVS Baden-Baden eines Besseren oder Schlimmeren belehrt. Bei der Schlussbesprechung mit den Schiedsrichtern wurde ein Zizishäuser Fehler festgestellt.

Zizishausens Torhüter Kai Augustin war gar nicht auf dem Spielbericht eingetragen, sondern stattdessen der dritte Torhüter Lucas Baumann. Baden-Baden legte Protest gegen die Spielwertung ein und den „Schnaken“ droht nun auch der Verlust des einen, mühsam erkämpften Punkts.

Just Kai Augustin war es, der mit starken Paraden in der ersten Hälfte sein Team in die Erfolgsspur führte. Nach einem anfänglichen 2:4-Rückstand (8.) gingen die Gastgeber 7:5 (13.) in Front und bauten diesen Vorsprung bis zur Pause auf 19:15 aus. Dabei bot des TSV Zizishausen wieder eine starke Angriffsleistung und konnte so auch Schwächen in der Defensive kaschieren.

In der zweiten Hälfte folgte wie schon zuletzt in Weilstetten der Einbruch. Nach fünf Treffern von Simon Bornhäußer waren die Gäste auf 22:20 (37.) herangekommen und TSV-Trainer Florian Beck musste schon früh die Auszeit nehmen. Die verhinderte nur kurzzeitig den Lauf der Baden-Badener, die beim 25:25 (45.) den Ausgleich schafften und noch drei weitere Treffer obendrauf packten.

Doch die „Schnaken“ zeigten eine tolle Moral, erholten sich von der konfusen Schwächeperiode und glichen zum 28:28 (54.) durch Frieder Nothdurft aus. Bis zum 31:31 egalisierten die Hausherren die TVS-Führung. Und kurz vor Schluss ergab sich nach Zeitspiel für die Gäste durch einen Konter die Chance zum Siegtreffer, der jedoch nicht im Tor landete. Fast möchte man meinen „zum Glück“ – der Sturz vom Himmelhochjauchzend hätte schlimmer nicht sein können.

TSV Zizishausen – TVS Baden-Baden 31:31

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Augustin; Grusauskas (5), Danilov, Nothdurft (9/5), Muckenfuß, Schrief, Götz (1), Kania (4), Wurster, Maas (6/1), Weber (3), Fuchs (5).

TVS Baden-Baden: Horn, Hafner; Henke, Fritz, Wichmann, Seiter (1), Bornhäußer (12/2), Völker, Mitzel (3), Schuster (9), Bonelli, Schlager (6), Vollmer.

Schiedsrichter: Baustert/von Briel (Zähringen).

Zeitstrafen: Götz (2), Kania, Maas – Schuster (2), Henke, Mitzel, Schlager.

Siebenmeter: 7/6 – 4/2.

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Grandioses Comeback: Simon Bornhäußer, der aufgrund eines personellen Engpasses beim TVS eingesprungen ist, erzielte gegen Zizishausen sage und schreibe zwölf Tore.  

Baden-Württemberg-Oberliga:
TSV Zizishausen - TVS 1907 Baden-Baden 31:31 (19:15)

Es gibt im Handball immer wieder etwas Neues, was selbst die Veteranen, die die Spiele des TVS seit Jahrzehnten verfolgen, noch nicht erlebt haben. Diesmal  war solch ein Ereignis bei der Begegnung unserer Mannschaft in Zizishausen fällig. Nach der umkämpften höchst wechselvoll verlaufenen Partie wurde festgestellt, dass der in der Anfangsphase überragende Gastgeber-Torhüter Kai Augustin nicht auf dem Spielberichtsbogen eingetragen war. Jeder kann sich ausmalen, was das für den Spielausgang bedeutet. Der TVS legte auf jeden Fall Einspruch ein. Das Sportgericht wird entscheiden.

Zum Spiel selbst: Überragend beim TVS war Simon Bornhäußer. Nach dem Ausfall von Christian Fritz, Markus Koch und Jannik Geisler (zudem fehlte Torhüter Matthias Meßmer, Maximilian Vollmer war angeschlagen) wurde unser Routinier reaktiviert und erzielte sagenhafte 12 Tore. Simon hatte einen einzigen Fehlwurf, nämlich vom Siebenmeterpunkt aus, ansonsten traf er aus allen Lagen. Als neunfacher Torschütze glänzte Jonas Schuster, Julian Schlager traf sechsmal.

Glück für den TVS: Unmittelbar vor dem Schlusspfiff vergab Zizishausen bei einem Tempogegenstoß eine 100-prozentige Chance, weshalb es beim 31:31 blieb. Zuvor wähnten sich beide Mannschaften zeitweise auf der Siegerstraße: Zizishausen beim 20:15 und 22:17 nach der Pause, die Sandweierer beim 25:28 (48.) und 28:30 (56.). Julian Schlager brachte den TVS mit 31:30 (58:16) in Führung, Cornelius Maas glich zum 31:31 (58:48) aus.

Dramatik pur: Kurz vor Schluss wurde gegen unsere Mannschaft auf Zeitspiel erkannt - Zizishausen vergab die finale Chance. Und jetzt warten wir auf das Nachspiel...

Zizishausen 700

Die Nummer 16 des TSV Zizishausen, Kai Augustin, stand im Tor, hielt in der Anfangsphase überragend - stand aber nicht auf dem Spielberichtsbogen. 

Es ist eine Premiere, wenn die Sandweierer Handballer und der TSV Zizishausen am Samstag (20 Uhr) in der Nürtinger Theodor-Eisenlohr-Sporthalle aufeinandertreffern. Noch nie zuvor standen sich die beiden Vereine gegenüber.
Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass eine Mannschaft des TV Sandweier in Nürtingen antritt. Vor 47 Jahren, am 4. März 1972, kämpfte die B-Jugend des TVS, dessen erste Herren-Mannschaft damals noch in der Kreisklasse A (!) spielte, in Nürtingen um die süddeutsche (ja, richtig gelesen: um die süddeutsche) Meisterschaft. Eine Woche vorher hatte der TVS-Nachwuchs unter Trainer Edgar Merkel in Singen die südbadische Meisterschaft für sich entschieden. Erstmals in der Vereinsgeschichte hatte sich damit ein TVS-Team für eine süddeutsche Meisterschaft qualifiziert, was einer Sensation gleichkam. Die Fahrt im Bus nach Nürtingen war für die Beteiligten damals ja fast schon eine kleine Weltreise.
In Nürtingen hat dann zum nächsten Coup nicht viel gefehlt. Gegen den württembergischen und späteren süddeutschen Meister Oßweil wurde nur knapp verloren, gegen Mannheim-Käfertal/Nordbaden knapp gewonnen und gegen den bayrischen Meister TSV Nürnberg gab es ein Unentschieden, sodass der TVS am Ende punktgleich mit Nürnberg süddeutscher Vizemeister wurde - ein Riesenerfolg für unseren Verein.
Im Badischen Tagblatt ist damals folgender Artikel erschienen:

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Baden-Württemberg-Oberliga:
TSV Zizishausen - TVS 1907 Baden-Baden

Wann: Samstag, 16. November, 20 Uhr
Wo: Theodor-Eisenlohr-Sporthalle in 72622 Nürtingen, Mühlstraße 25
Fan-Info: Es fährt ein Bus. Abfahrt ist um 16.45 Uhr an der Rheintalhalle.

Zum ersten Mal überhaupt bestreitet unsere Mannschaft ein Spiel gegen den württembergischen TSV Zizishausen. Im Stadtteil von Nürtingen wartet ein Team, das mit 5:15 Punkten zwar nur den drittletzten Platz einnimmt, das aber nicht unterschätzt werden darf. Zuletzt musste sich Zizishausen nur knapp in Söflingen geschlagen geben. Mit dem bundesligaerfahrenen Torjäger Cornelius Maas kann der Gastgeber jedem Gegner gefährlich werden. Unsere Mannschaft, die mit 14:6 Zählern den vierten Tabellenplatz belegt, kämpft derzeit etwas mit Personalproblemen und kann nicht in Bestbesetzung antreten. Trotzdem möchten die Schützlinge von Trainer Sandro Catak natürlich zwei Punkte mit auf die Heimfahrt nehmen. Zumal am darauf folgenden Freitag in der Sandweierer Rheintalhalle das Top-Spiel gegen Tabellenführer SG Pforzheim/Eutingen ansteht. Ein positives Ergebnis in Zizishausen wäre die beste Werbung für diese Schlagerpartie.  
Interessant ist der Blick auf die Torausbeute der beiden Kontrahenten. Zizishausen hat 321 Tore erzielt und damit genau 40 mehr als der TVS (281). Nach Neuhausen/Filder (342) hat  der Gastgeber damit die zweitmeisten Treffer aller Oberligisten markiert. Bei den Gegentreffern liegt Zizishausen mit 364 am Ende des Klassements. Zum Vergleich: Der TVS musste 261 Gegentore, also 103 weniger als Zizishausen hinnehmen. Am 3. November gab es in der Partie Zizishausen gegen Weinsberg ein bemerkenswertes Ergebnis: Es fielen sage und schreibe 90 (!) Tore, die Partie endete 45:45.   

Weitere Auswärtsspiele am Wochenende:
Südbadenliga Frauen:
TS Ottersweier - SG BB/Sandweier, Samstag, 18 Uhr
Platzt beim Bezirksrivalen Ottersweier endlich der Knoten? Unsere Mannschaft ist in dieser Saison nicht gerade vom Glück verfolgt. Um den Anschluss ans Mittelfeld aufrecht zu erhalten, sollte in Ottersweier gepunktet werden, was aber mit Sicherheit nicht einfach wird. 

Landesliga Nord:
TuS Ottenheim - TVS II, Samstag, 20 Uhr
Ohne jeden Druck kann die zweite Mannschaften zum ehemaligen Südbadenligisten TuS Ottenheim fahren. Als Tabellenzweiter befindet sich der TVS II in einer komfortablen Position.

A-Mädchen:
SG Ottenheim/Altenheim - SG BB/Sandweier, Sonntag, 17.30 Uhr

B-Mädchen:
SG Ottersweier/Großweier II - SG BB/Sandweier, Sonntag, 13.45 Uhr

B-Jugend:
JHA Baden - SG BB/Sandweier, Samstag, 12.30 Uhr (in Sinzheim)

C-Jugend:
JHA Baden - SG BB/Sandweier, Samstag, 11 Uhr (in Sinzheim)

C-Mädchen:
HSG Mimmenhausen/Mühlhofen - SG BB/Sandweier, Sonntag, 13.15 Uhr

D-Jugend:
HSG Hardt II SG BB/Sandweier, Sonntag, 15 Uhr

E-Mädchen:
SG Ottersweier/Großweier II - SG BB/Sandweier, Samstag, 12.45 Uhr

500 Bittenfeld Nr 8 Marvin Gille

Sebastian Wichmann (links) und Max Mitzel machen in der Abwehr dicht. BNN-Foto: Collet

Der TVS 1907 Baden-Baden wackelte, fiel aber nicht

Die Sandweierer Oberliga-Handballer kamen in der heimischen Rheintalhalle zu einem 30:29(12:12)-Sieg gegen den TV Bittenfeld II und festigten mit nunmehr 14:6 Punkten ihren Platz im Vorderfeld der Tabelle.
Bis es so weit war, mussten vor 400 Zuschauern einige kritische Phasen überstanden werden. So gleich in der Anfangsphase, als der TVS reihenweise beste Chancen vergab, während der Gast seine Möglichkeiten konsequent verwertete. Die Folge: Nach 14 Minuten lag der TVS mit 3:9 zurück. Erst danach lief es besser. Dank eines 7:0-Laufs, an dem Max Mitzel maßgeblich beteiligt war, drehten die Hausherren das Ergebnis auf 10:9 zu ihren Gunsten. Das Auf und Ab ging aber weiter. Bittenfeld konterte zum 10:12, ehe Markus Koch und Julian Schlager mit ihren beiden Treffern innerhalb von 30 Sekunden den 12:12-Pausenstand herstellten.
„Dass es zur Halbzeit unentschieden steht, ist angesichts von 17 Fehlwürfen meiner Mannschaft nicht normal“, meinte TVS-Trainer Sandro Catak, der seine Schützlinge nach dem Wechsel zunächst in der dominierenden Rolle sah. Nach 36 Minuten führten die Gastgeber mit 17:13 und zehn Minuten vor Schluss war ein scheinbar komfortabler 26:21-Vorsprung herausgeworfen. Doch Bittenfeld ließ nicht locker. Die Männer um den starken TVB-Torjäger Martin Kienzle nutzten immer wieder die Abstimmungsprobleme in der einheimischen Abwehr. Dennoch: Nach Schlagers Treffer zum 30:27 in der 57. Minute schien die Vorentscheidung gefallen. Falsch gedacht. Bittenfeld traf noch zweimal und bekam in der Schlusssekunde einen finalen Freiwurf zugesprochen. Erst als der Ball geblockt war, durfte im TVS-Lager dann wirklich gejubelt werden. Der knappe Arbeitssieg war unter Dach und Fach.
Coach Catak musste erst einmal durchatmen: „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Es spricht aber für die Mannschaft, dass wir nach dem klaren Rückstand zu Beginn zurückgekommen sind. Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben.“
Tore für den TVS: Mitzel 7, Koch 6, Fritz 5/2, Schlager 4, Völker 3, Schuster 2, Vollmer 1, Geisler 1, Seiter 1.
Tore für Bittenfeld: Kienzle 10, Bischoff 5, Maier 3, Kornmann 3, Haspinger 2, Porges 2, Widmaier 1, Heling 1, Wissmann 1, Sdunek 1.