Max Mitzel 800x

Max Mitzel und seine Mannschaftskameraden vom TVS werden ihre Tore in der kommenden Saison, wie vorgesehen, in der Baden-Württemberg-Oberliga werfen.

Der TV Sandweier/TVS 1907 Baden-Baden geht am 8. März 2021 mit folgender Erklärung an die Öffentlichkeit:

Der TVS 1907 Baden-Baden (TV Sandweier) spielt in der kommenden Saison in der Handball-Baden-Württemberg-Oberliga. Der Verein bemüht sich nicht um die Aufnahme in die Dritte Liga 2021/22. Nach gründlicher Beratung, Diskussion und Sichtung aller Argumente wurde diese Entscheidung gemeinsam von der Vereinsführung und der Mannschaft getroffen.

Der Sportliche Leiter Simon Riedinger erklärt: „Nach dem derzeitigen Stand kann niemand genau sagen, wie das Verfahren zur Aufnahme in die Dritte Liga aussieht. Unsere Mannschaft hat seit mittlerweile einem Jahr kein geregeltes Training beziehungsweise keinen durchgehenden Spielbetrieb absolviert, während die aktuellen Drittligisten weitgehend durchtrainieren konnten. Dies ist – abgesehen von der gesundheitlichen Seite - von vorneherein schon ein erheblicher Wettbewerbsnachteil, der bis zum Saisonstart nicht wettzumachen wäre. Unsere Mannschaft müsste einen Kaltstart von Null auf 100 hinlegen, was weder sportlich noch gesundheitlich zu verantworten wäre.“

Die Mannschaft und die Verantwortlichen des TV Sandweier sind außerdem zu der Überzeugung gelangt, dass es für die Gesamtentwicklung der Mannschaft besser ist, in der Saison 2021/22 in der Oberliga zu spielen. Simon Riedinger: „Wenn Dritte Liga, dann wollen wir sie mit einem gewachsenen Aufstieg und der Aufstiegseuphorie im Rücken angehen.“

Mit der entsprechenden Einstellung soll unter Cheftrainer Sandro Catak in die kommende Saison in die Baden-Württemberg-Oberliga gestartet werden.

Simon Riedinger: „Wir sehen die Sache realistisch. Der Sprung in die Dritte Liga wäre zum jetzigen Zeitpunkt eine noch größere Wundertüte für uns als nach dem Aufstieg 2018. Wir haben eine starke Mannschaft und wollen unsere Ziele in der nächsten Runde – hoffentlich vor Publikum - auf sportlichem Weg erreichen. Da wir wissen, dass wir weiterhin in der Baden-Württemberg-Oberliga spielen, haben wir eine gewisse Planungssicherheit und können in der aktuellen Phase voller Ungewissheiten unsere volle Konzentration darauf legen.“

Han Völker

Vor genau einem Jahr: Han Völker passt in der wie immer gut besuchten Sandweierer Rheintalhalle im Spiel gegen Neckarsulm auf Kreisläufer Matthias Seiter.

Ein Jahr mit Corona

Kaum zu glauben: Genau ein Jahr ist es schon her, dass unsere Oberliga-Mannschaft ihr letztes Punktspiel der Saison 2019/20 in der Vor-Corona-Zeit bestritten hat. Am Samstag, 7. März 2020, wurde die Neckarsulmer SU in der Sandweierer Rheintalhalle mit 30:24 bezwungen und damit der Anschluss an die Aufstiegsplätze gewahrt.
Was danach kommen würde, ahnte niemand so richtig. Zwar ging die Corona-Gefahr schon durch die Nachrichten, dass das Virus unsere Welt aber komplett umkrempeln würde, sah keiner voraus.

So lässt der damalige Spielbericht noch keine Rückschlüsse zu, auf das, was tatsächlich kommen sollte. Seit der Partie gegen Neckarsulm hat der TVS nur noch drei Spiele in der Saison 2020/21 ausgetragen, nämlich gegen die TSG Söflingen (29:24), den TSV Birkenau (24:24) und den TuS Schutterwald (27:23). 

Und hier noch einmal der Spielbericht vom 7. März 2020

Handball- Baden-Württemberg-Oberliga
23. Spieltag:
TVS 1907 Baden-Baden - Neckarsulmer SU 30:24 (13:15) 

Unsere Mannschaft ist gegen die Neckarsulmer Sport-Union am Ende ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und feierte in der Sandweierer Rheintalhalle beim 30:24 (13:15) den 14. Saisonsieg. Mit 32:14 Punkten belegt der TVS nach 23 Spieltagen den fünften Rang der Baden-Württemberg-Oberliga. Dies ist durchaus respektabel, zumal man aktuell nur noch zwei Punkten hinter dem Tabellenzweiten HSG Konstanz II (34:12) liegt.

Eine Veröffentlichung vom 25. Februar 2021 auf der Internet-Seite des Südbadischen Handball-Verbandes:

Bundesrat ermöglicht mit Erhöhung der Mannschaftszahlen für 2021/22 Verzicht auf Absteiger in der aktuellen Saison

Der Vorstand des Deutschen Handballbundes hat eine Modusänderung für die 3. Liga Frauen und Männer beschlossen. In der aktuellen Saison 2020/21 wird es aufgrund des in Folge der Corona-Pandemie seit November ausgesetzten Spielbetriebs keine Absteiger geben. Die Voraussetzung hierfür traf der Bundesrat: Im Umlaufverfahren beschloss das Gremium, die Mannschaftzahlen für die Saison 2021/22 auf einen noch festzulegenden Wert zu erhöhen.

„Aufsteiger in die 2. Liga der Frauen und Männer sollen nach Möglichkeit unter den interessierten Vereinen ermittelt werden. Zudem sollen alle anderen Vereine ein Spielangebot erhalten. Alle Vereine haben mit dem Beschluss des Bundesrates Klarheit über ihre Ligazugehörigkeit und damit, in unsicheren Zeiten, diesbezüglich eine bestmögliche Planungssicherheit erhalten“, sagt Benjamin Chatton, Vorstand Finanzen und Recht des Deutschen Handballbundes und zuständig für den Spielbetrieb. Die Teilnahme an Aufstiegsrunden und alternativen Wettbewerben ist freiwillig. Vereinen, die darauf verzichten, entsteht kein Nachteil.

Die 3. Liga der Männer kann zwei Aufsteiger in die 2. Liga stellen. An einer Aufstiegsrunde interessierte Vereine müssen sich bis Montag, 1. März, verbindlich bei der Handball-Bundesliga sowie der Spielleitende Stelle melden und zudem ihre Lizenzierungsunterlagen bis zum 31. März beim Ligaverband HBL eingereicht haben. Über den Modus einer Aufstiegsrunde wird mit Blick auf die Zahl der hieran teilnehmenden Vereine entschieden.

Alle Vereine, die keine Aufstiegsambitionen haben, aber am DHB-Pokal 2021/22 bzw. weiterhin an einem Spielbetrieb teilnehmen wollen, daneben auch zweite Mannschaften, können sich zur Teilnahme an einer zusätzlichen Spielrunde bei der Spielleitenden Stelle melden. Die Ausspielung ist ab April vorgesehen. Auch hier hängt das Spielsystem von den Meldezahlen ab. Über die Verteilung der Qualifikationsplätze für den DHB-Pokal 2021/22 aus den jeweiligen Spielrunden wird erst entschieden, wenn alle Meldezahlen bekannt sind. Sofern die Nachfrage besteht, können auch eine oder mehrere Runden ausschließlich für zweite Mannschaften organisiert werden.

Bei den Frauen sind drei Aufsteiger aus der 3. in die 2. Liga möglich. Als Teilnahmevoraussetzung gilt die Einreichung eines Lizenzantrags und der Lizenzierungsunterlagen beim Ligaverband HBF spätestens zum 15. April 2021. Als weiteres freiwilliges Wettkampfangebot wird eine Spielrunde geschaffen, deren Spielsystem abhängig von den Meldezahlen und möglichst nach regionalen Gesichtspunkten festgelegt wird.

Aus den Oberligen der Frauen und Männer sind weiterhin jeweils zwölf Aufsteiger aus den Oberligabereichen in die 3. Liga möglich.

Mannschaftszahlen in der 3. Liga der Frauen und Männer, Zahl der Staffeln sowie Auf- und Abstiegsregelungen für die kommenden Spielzeiten ab 2021/22 werden erst zu einem späteren Zeitpunkt durch den Bundesrat festgelegt werden können.

Geisler600a

Stimmungskanone: Nicht nur während der Spiele stand Jannik Geisler beim TVS seinen Mann, auch nach den Partien sorgte er zusammen mit dem "Sandwierer Sandhas" für gute Laune im Team - wenn's drauf ankam auch als Vorsänger. 

Wie bereits berichtet, verlässt uns Jannik Geisler. Mittlerweile steht fest, dass der Kreisläufer unseres Oberliga-Teams zum heimatnahen Drittligisten HG Oftersheim/Schwetzingen wechselt. Die Nordbadener bekommen damit einen Mann, der sich in Sandweier viele Sympathien erworben hat.

Es ist kein Geheimnis, dass wir Jannik gerne länger bei uns behalten hätten, aber die Entfernung von seinem Wohnort Schwetzingen nach Sandweier war auf Dauer einfach zu weit.

Der 23-Jährige kehrt nun an seine alte Wirkungsstätte zurück. Bei der HG Oftersheim/Schwetzingen verbrachte er die gesamte Jugendzeit und sein erstes Jahr bei den Aktiven. Nach den Stationen TSV Amicitia Viernheim und TVS 1907 Baden-Baden schließt er sich wieder seinem Heimatverein an. Wir haben Jannik als sympathischen Menschen und leistungsstarken Spieler kennengelernt, der in den eineinhalb Jahren, die er bei uns war, auch seinen Beitrag zur guten Stimmung in der Mannschaft geleistet hat. Leider standen die beiden Runden, die er bei uns verbracht hat, im Zeichen von Corona.

Wir wünschen Jannik bei seinem neuen/alten Verein viel Erfolg und hoffen, ihn ab und an – soweit dies wieder erlaubt ist – als Zuschauer in der Sandweierer Rheintalhalle begrüßen zu können. Jannik, Du bist bei uns immer herzlich willkommen!

Spielerversammlung600sw

In diesen Tagen mussten die TVS-Handballer wieder einmal Abschied nehmen von einem Mann, der zu den Legenden unseres Vereins zählt: Manfred Hatz (Vierter von rechts) ist im Alter von 86 Jahren gestorben.
Manfred war einst in den 1960er-/1970er-Jahren Trainer der I. Mannschaft sowie von diversen Jugendteams und hat sich in dieser Zeit große Verdienste um den TV Sandweier erworben. Ausgestattet war Manfred neben seinen fachlichen Qualitäten auch mit einem guten Humor.
Unvergessen bei denen, die dabei waren (darunter auch unser Zweiter Vorsitzender Kurt Hochstuhl), ist in diesem Zusammenhang eine Bahn-Heimfahrt der A-Jugend von einem Turnier in St. Georgen im Schwarzwald. Die Jungs, die übernächtigt und ziemlich müde in den Seilen hingen, wurden bei einem Halt von Manfreds Ruf „Baden-Oos, alles aussteigen“ aufgeschreckt und verließen mitsamt Gepäck überstürzt den Zug. Als alle Spieler auf dem Bahnsteig standen, meinte Manfred trocken: „Das war nur ein Probeausstieg. Wir sind erst in Offenburg, alles wieder einsteigen.“ So war er und so werden wir ihn im Gedächtnis behalten! Vielen Dank Manfred für alles!
Auf dem Foto, das um 1970 herum in der "Blume" entstanden ist, sind weitere TVS-Legenden zu sehen, die mittlerweile leider alle verstorben sind, an die wir an dieser Stelle aber gerne erinnern.
Von links: Josef "Seppi" Schenk, Rudi Völlnagel, Franz Fettig (verdeckt), Heinz Kraft, Ewald Straub, Manfred Hatz, Gotthard Peter, Edgar Merkel und Diethard Schulz.