Sieg gegen Willstätt

Jubel, Trubel, Heiterkeit: Unsere Mannschaft erkämpfte sich gegen den TV Willstätt einen hochverdienten 30:26-Heimsieg und wurde im Anschluss daran von den Fans begeistert gefeiert. Foto: Daniel Merkel

3. Liga Süd, vierter Spieltag

TVS 1907 Baden-Baden - TV Willstätt 30:26 (14:11)

Was für eine Begeisterung in der Sandweierer Rheintalhalle. Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel im Lager der Einheimischen keine Grenzen. Unsere Mannschaft sicherte sich gegen den südbadischen Rivalen TV Willstätt einen 30:26-Sieg - und der war hochverdient. Im vierten Spiel sammelte der TVS damit die ersten Punkte - und schon sieht die Welt wieder ganz anders aus. Am Ende der 60 Minuten herrschte in der mit 750 Zuschauern gut gefüllten Halle Volksfeststimmung.
Die Gäste hatten nur in der Anfangsphase leichte Vorteile (2:3, 3:4, 4:5, 5:6). Mit zunehmender Spieldauer ergriff der TVS unter der Regie von Spielmacher Maximilian Vollmer und mit Torhüter Matthias Meßmer als Rückhalt die Initiative und lag beim 8:6 erstmals mit zwei Toren in Führung, Nach dem 11:11 erspielten sich die Sandweierer bis zur Pause einen 14:11-Vorsprung. Obwohl sich Willstätt mit aller Macht gegen die sich anbahnende Niederlage wehrte, gab der TVS die Führung bis zum Schluss nicht mehr ab.  
Es blieb zunächst allerdings spannend. Als die Gastgeber in der 49. Minute erstmals mit vier Toren wegzogen (24:20) waren dann die Weichen aber gestellt. Und als Willstätts Andre Alves in der 54. Minute beim Stand von 26:22 mit einem Sieebenmeter am eingewechselten TVS-Keeper Dominik Horn scheiterte, war endgültig klar, wohin die Reise gehen würde. Angetrieben vom unermüdlichen Markus Koch, brachte der TVS 1907 Baden-Baden den Sieg am Ende sicher über die Zeit.
Wen soll man beim Sieger herausheben? Eigentlich niemand, denn die ganze Mannschaft hat diesen Erfolg im Verbund errungen.
Willstätts Trainer Ole Andersen sprach von einem "verdienten Sieg" des TVS. Ein sichtlich erleichterter Sandweierer Cheftrainer Sandro Catak lobte derweil die Moral seiner Mannschaft, die sich in dieser ungemein wichtigen Partie gegen den südbadischen Rivalen von ihrer besten Seite gezeigt hat.      

Für den TVS spielten: Matthias Meßmer, Dominik Horn (Tor); Franz Henke 1, Jeremias Seebacher 1, Sebastian Wichmann, Simon Bornhäußer, Christian Fritz 7/5, Han Völker 6, Jonas Schuster 3, Julian Schlager, Markus Koch 5, Elias Meier 2, Maximilian Strüwing 1, Jascha Lehnkering, Maximilian Vollmer 4.  

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S'Hondball-Bläddl ist da!

23. September 2022. Wir freuen uns, rechtzeitig zum südbadischen Derby gegen den TV Willstätt, das "Hondball-Bläddl" des TV Sandweier und der SG Baden-Baden/Sandweier präsentieren zu können. Im Mittelpunkt des informativen Werkes, das von Sebastian Daul und seiner Frau Alex (vielen, vielen Dank!!!!) erstellt wurde, stehen die Mannschaften des TVS 1907 Baden-Baden und der SG Baden-Baden/Sandweier. Sage und schreibe 19 Teams tragen in der Saison 2022/23 unsere Farben.
Was es an Arbeit erfordert, den Spielbetrieb und das ganze Drumherum zu organisieren, ist für Außenstehende kaum nachvollziehbar. In diesem Zusammenhang deshalb noch einmal der Appell: Wer bei uns mitmachen möchte, ist jederzeit herzlich willkommen! Am besten gleich heute Abend beim Derby bei einem der Verantwortlichen melden! 
Den Lesern des "Hondball-Bläddls" wünschen wir viel Spaß bei der Lektüre - für unsere Drittliga-Mannschaft erhoffen wir uns am heutigen Freitag gegen den TV Willstätt natürlich einen Sieg!.
Und noch einmal die Bitte: Da mit sehr vielen Zuschauern zu rechnen ist, bitte rechtzeitig in die Halle kommen, damit bis 20.30 Uhr alle Fans ihre Plätze einnehmen können!

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TVS-Kapitän Franz Henke will mit seinen Mannschaftskameraden im Heimspiel gegen den TV Willstätt alles dafür tun, dass die Punkte in der Sandweierer Rheintalhalle bleiben. Foto: Elmar Wichmann 

Die Lage in der 3. Liga

Nach drei Spieltagen stehen in der 3. Liga mit Ausnahme der SG Pforzheim/Eutingen und der Rhein-Neckar Löwen II genau die Mannschaften in der Tabelle vorne, die schon vor der Saison zum Kreis der Titelanwärter gezählt wurden. Kornwestheim, Pfullingen und Fürstenfeldbruck weisen 6:0 Punkte auf, Oppenweiler/Backnang, Leutershausen und Heilbronn-Horkheim haben jeweils 4:2 Zähler auf dem Konto. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass diese Teams die Meisterschaft unter sich ausspielen werden. Überraschend ist, dass der amtierende Titelträger Rhein-Neckar Löwen II mit 0:6 Punkten gestartet ist – wie im Übrigen auch unsere Mannschaft und Mitaufsteiger SG Köndringen/Teningen.
Dass es für den TVS in der (semi-)professionellen 3. Liga schwer werden würde, war von Beginn an klar, weshalb im TVS-Lager auch alles andere als Weltuntergangsstimmung herrscht. Für unseren Verein ist es allein schon etwas Besonderes, gegen die durchweg finanziell besser ausgestattete Konkurrenz antreten zu dürfen. Das ist allen bewusst, die sich genauer mit der Materie befassen. Trotz der unterschiedlichen Ausgangsposition versuchen unsere Jungs natürlich, den namhaften Gegnern Paroli zu bieten. Das gilt auch für das Spiel gegen den TV Willstätt, dessen Mannschaft und Fans wir recht herzlich in der Sandweierer Rheintalhalle begrüßen. Die Hanauerländer starteten unter ihrem dänischen Trainer Ole Andersen mit einem 27:27-Heimremis gegen HBW Balingen/Weilstetten II in die Runde, unterlagen danach beim SV Kornwestheim mit 23:31 und waren am vergangenen Wochenende spielfrei.
Beide Kontrahenten kämpfen somit um den ersten Saisonsieg. TVS-Cheftrainer Sandro Catak, der als Spieler eine Willstätter Vergangenheit hat, sieht sein Team gut vorbereitet ins südbadische Derby gehen. Die Devise lautet folgerichtig: Am vierten Spieltag soll erstmals gepunktet werden!

Unser Gast: Der TV Willstätt gehört zu den großen südbadischen Traditionsvereinen. Von 1999 bis 2003 spielten die Hanauerländer als TV Willstätt bzw. SG Willstätt-Schutterwald in der Ersten Bundesliga. Als SG Willstätt-Schutterwald, TV Willstätt-Ortenau und HR Ortenau ging es bis 2009 in der Zweiten Bundesliga weiter. Mit der Insolvenz im Mai 2009 endete der Traum vom Erstliga-Handball. Der TV Willstätt machte in der Südbadenliga weiter und stieg 2009/10 als Meister in die Oberliga Baden-Württemberg auf. Zusammen mit unserem TVS schaffte Willstätt in der Saison 2017/18 als Oberliga-Vizemeister den Sprung in die Dritte Liga, der man seither angehört.
In der vergangenen Runde wurde der Klassenverbleib am letzten Spieltag der Abstiegsrunde perfekt gemacht. Vor der laufenden Runde erfolgte ein personeller Umbruch. Neun Spieler haben den Verein verlassen, unter anderem Torhüter Leon Sieck (TuS Schutterwald), Spielmacher Daniel Schliedermann (Oppenweiler/Backnang), Torjäger Alexander Velz (SG BBM Bietigheim), Christopher Räpple (Ohlsbach/Elgersweier), Lennart Sieck (TuS Steißlingen) und Yanez Kirschner (Karriereende). Als Zugänge wurden verpflichtet: Andre Alves (VfL Günzburg), Noah Streckhardt (HSC Bad Neustadt), Moritz Lanig (TSV Weinsberg), Maximilian Hartz (TV Großsachsen), Jan Kraft (A-Jugend Rhein Neckar Löwen II), Igor Vuckovic (Krems/Österreich) und Torhüter Vincent Lutz (Köndringen/Teningen).

HeimatkundeWillstätt mit seinen rund 9 500 Einwohnern liegt im Ortenaukreis, grenzt an Kehl, Offenburg und Appenweier. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Willstätt, Hesselhurst, Legelshurst, Sand und Eckartsweier. Die in Willstätt ansässige Unternehmensgruppe Hilzinger zählt zu den größten europäischen Fenster- und Türenherstellern und ist Hauptsponsor der TVW-Handballer.

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Vor vier Jahren, am 24. August 2018, startete der TVS mit dem Heimspiel gegen den TV Willstätt erstmals ins Abenteuer 3. Liga. Beim Anspiel standen beim TVS auf dem Feld: Christian Fritz (von links), Jonas Schuster, Maximilian Vollmer (mit Ball), Nikolaj Unser, Julian Schlager, Simon Bornhäußer sowie Torhüter Thilo Hafner. Am Ende feierte unsere Mannschaft einen glanzvollen 30:23-Sieg. Foto: Elmar Wichmann 

Die bisherigen Vergleiche:  Der TVS und der TV Willstätt standen sich 14-mal in der Baden-Württemberg-Oberliga und zweimal in der 3. Liga gegenüber. Die Bilanz aus Sandweierer Sicht:  vier Siege, vier Unentschieden, acht Niederlagen. In der 3. Liga haben in der Saison 2018/19 beide Teams jeweils die Heimspiele für sich entschieden. Bemerkenswert ist, dass der TVS seine letzten vier Heimpartien gegen den TV Willstätt allesamt gewinnen konnte. Die Ergebnisse aus Sandweierer Sicht lauteten: 33:28 (Saison 2015/16), 32:31 (2016/17), 39:29 (2017/18) und 30:23 (am 24. August 2018, am ersten Spieltag der Drittliga-Saison 2018/19).

Personalien: Kreisläufer Jascha Lehnkering (zuletzt privat verhindert) kehrt ins TVS-Aufgebot zurück. Weiterhin fehlen: Max Mitzel, Johannes Henke und Tim Krauth.

Verwandschaftsduelle: Die beiden Neuweierer Zwillingsbrüder Lukas und Ben Veith treten am Freitag erstmals gegeneinander an - Lukas trägt das TVS-Trikot, Ben ist für Willstätt aktiv. Ebenfalls familiär verbandelt sind die aus der HSG Hardt hervorgegangenen Cousins Julian Schlager (TVS) und Jan-Philipp Valda (TVW).

Die Unparteiischen: Wir begrüßen das Schiedsrichtergespann Leon und Nico Bärmann aus dem nordbadischen Graben-Neudorf sowie das Zeitnehmer/Sekretär-Duo Philipp und Gunnar Grethe recht herzlich in der Rheintalhalle.

Das weitere Drittliga-Programm: Am Samstag, 1. Oktober, gastiert unsere Mannschaft bei der SG Leutershausen. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr. Heimrecht genießt der TVS dann wieder an einem Freitag, nämlich am 7. Oktober, wenn um 20.30 Uhr der nächste südbadische Rivale SG Köndringen/Teningen in Sandweier gastiert.

TVS 1907 Baden-Baden II: Nach dem Auftaktsieg gegen den TuS Helmlingen II will unser Landesliga-Team am Samstag um 20 Uhr auch in der Partie bei der HSG Hanauerland bestehen. Das Spiel findet in der Kehler KT-Arena (Vogesenstraße) statt.

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Rechtzeitig zum Drittliga-Schlagerspiel des TVS 1907 Baden-Baden gegen den TV Willstätt am Freitag (20.30 Uhr) in der Sandweierer Rheintalhalle präsentieren wir unseren neuen Partner, die MindTags Group GmbH

Es ist superinteressant, was dahintersteckt, nämlich:  

Die MindTags APP bringt Gegenstände und Gebäude zum Reden.

Dieses individuelle und vielsprachige Informations- und Orientierungssystem in Gebäuden bietet nicht nur Menschen mit einer Erblindung und oder Sehbehinderung eine effiziente Informationsaufnahme, sondern ist auch für alle Sehenden sehr hilfreich. Einfach die APP herunterladen, in die Halle kommen und schon sind alle Infos zum Derby auf Ihrem Handy. Einfacher geht es nicht.

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UNSER GAST: TV WILLSTÄTT

oben von links: Andreas Goydke (Mental-Trainer), Maximilian Hartz, Igor Vuckovic, Yannick Ludwig, Dinko Dodig, Felix Krüger, Moritz Lanig, Jakob Funk, Marius Oßwald (Sportlicher Leiter;
Mitte von links: Werner Minder (Betreuer), Ole Andersen (Chef-Trainer), Noah Streckhardt, Mickael Kaufmann, Jan Kraft, Florian Heidt, Regis Matzinger, Jan-Philipp Valda, Dr. Paul Hefner (Mannschaftsarzt);
unten von links: Pascal Meier (Athletik-Trainer), Frederic Beker (Co-Trainer), Andre Alves, Steffen Dold, Vincent Lutz, Maxime Duchene, Philipp Kunde, Alexander Pfeiffer (Physio), Anja Siebeneicher (Physio).  Foto: Homepage TV Willstätt

Der TV Willstätt blickt auf eine schillernde Geschichte zurück, in der auch immer mal wieder der TV Sandweier auftaucht. Erstmals standen sich der TVS und der TVW in der Saison 1976/77 in der damals viertklassigen Verbandsliga Südbaden gegenüber. Der TVS gewann in der Rastatter Carl-Diem-Halle mit 14:12 und unterlag in Willstätt mit 20:23. Arbogast, Hilzinger, Brandenburg, Simak und Rauch hießen die Willstätter Asse. Während unsere Mannschaft (unter anderem mit Ullrich, Hochstuhl, Kinz, Bornhäußer, Bleich, Merkel) als Tabellendritter in die Oberliga Südbaden aufstieg, blieb Willstätt als Vierter Verbandsligist. In späteren Jahren gab es auf südbadischer Ebene einige Vergleiche zwischen den beiden Vereinen, die nicht selten recht hitzig geführt wurden.

Die erfolgreichste Ära des TV Willstätt begann 1999 mit dem Aufstieg in die Erste Bundesliga. Vier Jahre hielten sich die Hanauerländer, die ab 2000/01 als SG Willstätt-Schutterwald auftraten, in der deutschen Eliteliga.

Nach dem Abstieg ging es ab 2003/04 in der Zweiten Bundesliga weiter, zunächst als SG Willstätt-Schutterwald, dann ab 2005/06 als TV Willstätt-Ortenau und schließlich ab 2008/09 als HR Ortenau. Statt des angepeilten Aufstiegs in die Erste Bundesliga kam für die mit großen Erwartungen ins Leben gerufene HR Ortenau am Saisonende 2009 allerdings die Insolvenz und damit das Aus.

Für Sandro Catak, Trainer unserer Drittliga-Mannschaft, war die Entwicklung damals doppelt schmerzlich. TVW-Trainer Goran Suton holte Sandro vor der Saison von der SG BBM Bietigheim nach Willstätt. Das Ziel hieß Aufstieg. „Wir hatten eine starke Mannschaft und ich denke auch, dass wir aufgestiegen wären, wenn nicht das finanzielle Aus gekommen wäre“, sagt er im Rückblick. Neben der sportlichen Enttäuschung gesellte sich bei Sandro das Verletzungspech hinzu. In der Schlussphase der Saison 2008/09 verletzte er sich im Heimspiel gegen die SG Wallau-Massenheim erneut schwer am Knie, was letztlich das Karriereende bedeutete. Der Wechsel zum Bundesligisten HBW Balingen/Weilstetten stand zum damaligen Zeitpunkt schon fest, Sandro hatte aber keinen Einsatz mehr für seinen neuen Verein.

Der TV Willstätt machte nach dem Bundesliga-Intermezzo in der Südbadenliga weiter und schaffte in der Saison 2009/10 als Meister den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg. Dort kreuzten sich ab 2011 die Wege regemäßig mit dem TV Sandweier.

Gemeinsam stiegen die beiden Vereine dann 2017/18 in die Dritte Liga auf - der TVS als Oberliga-Meister, Willstätt als Zweiter. Während für unsere Mannschaft das Kapitel Dritte Liga bereits nach einem Jahr wieder beendet war, behauptet sich der gegenüber dem TVS finanziell ungleich besser ausgestattete TV Willstätt seither in dieser (semi-)professionellen Klasse.

Nun kommt es also am Freitag (20.30 Uhr) in der Sandweierer Rheintalhalle zu einer Neuauflage des Vergleichs der beiden Vereine, wobei mittlerweile getrost von einem südbadischen Klassiker gesprochen werden kann.