Messi Hochzeit 800

Unser Matthias „Messi" Meßmer steht im Tor des TVS-Drittliga-Teams und seine Julia nicht dahinter, sondern ebenfalls zwischen den Pfosten, und zwar beim BSV Phönix Sinzheim. Klar, dass der Torhüter und die Torhüterin sich gut verstehen. Und was lag da näher als zu heiraten.
Am Wochenende war es soweit: Im Ooser Gospelhouse gab es den Segen von oben. Eine Abordnung der Sandweierer Handballer gratulierte vor Ort. Der Rest, der sich auf das Drittliga-Spiel in Leutershausen vorbereitete, war in Gedanken bei den Jung-Vermählten.
Die TVS-Handball-Familie gratuliert dem sympathischen Paar recht herzlich und wünscht für den gemeinsamen Lebensweg alles Gute!

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Mit der offensiv ausgerichteten Abwehr machte der TVS den Angreifern der SG Leutershausen das Leben schwer. Die haushoch favorisierten Gastgeber mussten hart um den Sieg kämpfen. Foto: Daniel Merkel

3. Liga - Saison 2022/23
5. Spieltag

SG Leutershausen - TVS 1907 Baden-Baden 32:30 (15:15)

Knapp verloren, ist auch verloren. Unsere Mannschaft zeigte in Leutershausen zwar eine starke Leistung, kehrte aber trotzdem mit leeren Händen nach Hause zurück.
Über weite Strecken bewegte sich der als krasser Außenseiter in die Partie gegangene Aufsteiger auf Augenhöhe mit dem Spitzenteam von der Bergstraße. Dass es am Ende nicht zu einem Punktgewinn reichte, der sicherlich verdient gewesen wäre, lag teilweise an der fehlenden Erfahrung bzw. Cleverness. Neun Zeitstrafen gegen den TVS (gegenüber 4 für Leutershausen) taten ein Übriges, dass der Sandweierer Elan mitunter gestoppt wurde. 
TVS-Trainer Sandro Catak lobte sein Team für den engagierten Auftritt. Er gab sich zudem als fairer Verlierer und gratulierte dem Gastgeber zum "letztlich verdienten Sieg", wie er sagte. Leutershausens Trainer Marc Nagel, als Karlsruher freundschaftlich mit "Landsmann" Sandro Catak verbunden, freute sich über die beiden Punkte für seine Mannschaft. Dass er den TVS als "Bereicherung für die Liga" bezeichnete, war natürlich Balsam auf die Wunden des geschlagenen Gegners, auch wenn es dafür nichts zu kaufen gibt.
Der TVS verdiente sich insgesamt den Respekt der Zuschauer in der traditionsreichen Heinrich-Beck-Halle. Bei der 13:10-Führung der Gäste nach 22 Minuten schien sich eine Überraschung anzubahnen. Letztmals führten die Sandweierer beim 18:17 (35.). Danach dreht Leutershausen die Partie zum 21:18 (38.) und baute die Führung in der Folge auf 25:20 (42.) aus. Alles schien wie erwartet abzulaufen. 
Doch der TVS bäumte sich gegen die sich abzeichnende Niederlage auf, kam auf 25:23, 26:24, 27:25 (50.) und 29:27 (55.) heran und war selbst beim 31:27 (58.) noch nicht geschlagen. Maximilian Strüwing verkürzte mit zwei Treffern auf 31:29 (59.), ehe Leutershausen dann mit dem 32:29 durch Sven Schreiber endgültig alles klar machte.
Das letzte Tor des Spiels erzielte Lukas Veith zum 32:30-Endstand. Nach längerer Verletzungspause zeigte Lukas bei seinem Kurzeinsatz, wie wertvoll er für den TVS in dieser Saison noch werden kann.
Sein Drittliga-Debüt feierte Mark Herbert im TVS-Tor. Er sprang für Hochzeiter Matthias Meßmer ein und verschaffte dem stark haltenden Dominik Horn in der Schlussphase eine Verschnaufpause.
Die erfolgreichsten Torschützen des TVS 1907 Baden-Baden waren Markus Koch und Han Völker mit jeweils fünf Treffern. Maximilian Strüwing erzielte vier Tore, davon zwei Siebenmeter.

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Bei der WM 1993 in Schweden trug der junge Marc Nagel (Mitte), hier mit Jan Holpert (links) und Volker Mudrow, die deutschen Farben, an diesem Wochenende sitzt er als Trainer auf der Bank des Sandweierer Gastgebers SG Leutershausen. Foto: Daniel Merkel  

3. Liga, Saison 2022/23
Fünfter Spieltag:

SG Leutershausen – TVS 1907 Baden- Baden

Wann: Samstag, 19.30 Uhr
Wo: Heinrich-Beck-Halle in 69493 Hirschberg-Leutershausen, Hölderlinstraße 24

Zu einer Premiere kommt es am Samstag: Erstmals stehen sich in einem Punktspiel die SG Leutershausen und der TVS 1907 Baden-Baden/TV Sandweier gegenüber. Der Schreiber dieser Zeilen hätte in seiner Jugendzeit in seinen kühnsten Träumen nicht daran gedacht, dass es einmal zu einer solchen Paarung kommen würde. 1968 war die SG Leutershausen deutscher Hallenhandball-Meister, 1969 gelang den Nordbadenern dieses Kunststück auch auf dem damals noch populären Großfeld. Die Stars der SG waren Asse wie „Sir“ Rüdiger-Felix Schmacke und Herbert Hönnige, die nicht nur für den TVS-Chronisten sportliche Vorbilder waren. Im Vergleich dazu: Der TV Sandweier mühte sich zu jener Zeit in den Niederungen des Bezirks Rastatt ab und hatte Probleme, überhaupt eine erste Mannschaft zusammen zu bekommen.

Ihre zweite Blütezeit erlebte die SG Leutershausen Anfang bis Mitte der 1990er-Jahre. Die deutsche Vizemeisterschaft 1992 war der Höhepunkt in dieser Phase. Neben den Roth-Zwillingen, Holger Löhr und Jörg Kunze spielte auch Marc Nagel, der aktuelle Trainer der SG, eine Hauptrolle in jenem Team, das sich erst in den Finalspielen der SG Wallau-Massenheim geschlagen geben musste.

Den Glanzzeiten folgte dann allerdings eine Phase, in der die Existenz des traditionsreichen Clubs von der Bergstraße auf dem Spiel stand. 1995 stieg die Mannschaft aus der Bundesliga ab, der man insgesamt 17 Runden angehörte. 2006 musste die SG Leutershausen Insolvenz anmelden. Eine Saison lang war die SG danach nicht am Männer-Spielbetrieb beteiligt, ehe in der Baden-Württemberg-Oberliga ein Neuanfang gewagt wurde. Nach dem Aufstieg ist seither die Dritte Liga bzw. die Zweite Bundesliga (letztmals 2016/17) die sportliche Heimat der „Roten Teufel“.

Und nun geht es am Samstag für die beiden Mannschaften erstmals gegeneinander. Was nicht ganz stimmt. Denn in der Vorbereitung kreuzten sich in der Vergangenheit die Wege einige Male. Letztmals war dies vor der Saison 2021/22 der Fall, als der damalige Oberligist TVS den klassenhöheren Drittligisten SG Leutershausen sogar besiegen konnte. Dies wiederum veranlasst SG-Coach Nagel, 31-facher Nationalspieler und WM-Teilnehmer 1993, zu der Aussage: „Der Respekt ist da.“

Auf der Homepage der SG Leutershausen heißt es in diesem Zusammenhang: Gegen Baden-Baden versucht die Mannschaft von Marc Nagel erneut, ihr Potenzial auf die Platte zu bringen, muss dabei aber auf die Stärken der Gegner achten. “Das ist eine geschlossene Mannschaft mit einem Trainer, der optimal mit ihnen zusammenarbeitet. Sie haben außerdem eine unangenehme Deckung. Als Aufsteiger wissen sie auch, wie man auswärts gewinnt”, beschreibt der SGL-Coach den kommenden Gegner. Soweit die Vorschau auf der SG-Seite.

Keine Frage: Die Einheimischen sind am Samstag haushoch favorisiert, zumal man zuletzt beim 36:29-Heimsieg im Spitzenspiel gegen Oppenweiler/Backnang eine vorzügliche Leistung gezeigt hat. Wie den Nagel-Schützlingen beizukommen ist, zeigte derweil der TuS Fürstenfeldbruck, der dem Team am zweiten Spieltag die bislang einzige Saisonniederlage (25:30) beigebracht hat.

Unabhängig von aller Statistik freuen sich die Beteiligten im TVS-Lager - allen voran Chef-Trainer Sandro Catak - auf die Punktspiel-Premiere in der traditionsreichen Heinrich-Beck-Halle von Hirschberg-Leutershausen.

800 0AbwehrDie zupackende Abwehr, wie hier von Julian Schlager und Franz Henke demonstriert, war zuletzt der Schlüssel zum Erfolg gegen Willstätt und wird auch in Leutershausen eine entscheidende Rolle spielen. Foto: Raymund Kunz 

Vorschau
3. Liga
SG Leutershausen - TVS 1907 Baden-Baden

Wann: Samstag, 19.30 Uhr
Wo: Heinrich-Beck-Halle in 69493 Hirschberg-Leutershausen, Hölderlinstraße 24
Unsere Mannschaft gibt am Samstag ihre Visitenkarte bei einem echten Schwergewicht der 3. Liga ab. Die SG Leutershausen, deutscher Meister von 1968 und Vizemeister von 1992, gehört zu den Titelanwärtern und stellte dies zuletzt mit dem klaren Heimsieg gegen Oppenweiler/Backnang eindrucksvoll unter Beweis. Für den TVS geht es vor den Toren von Heidelberg darum, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen und weiteres Selbstvertrauen für das dann folgende Heimspiel am Freitag, 7. Oktober, gegen die SG Köndringen/Teningen zu sammeln.

Heimspiele am Sonntag:

Landesliga Nord:
TVS 1907 Baden-Baden II - Panthers Gaggenau, Sonntag, 17 Uhr
Nach der unglücklichen Niederlage in Kehl möchte unsere Mannschaft am Sonntag im Heimspiel gegen den Aufsteiger Panthers Gaggenau Wiedergutmachung betreiben und hofft dabei in der Rheintalhalle auf die Unterstützung der Fans.

C-Jugend Südbadenliga:
SG BB/Sandweier - TuS Altenheim, Sonntag, 15.15 Uhr

Heimspiele am Samstag:

Kreisklasse A:
TVS III - SG Ottersweier/Großweier III, Samstag, 20 Uhr

Bezirksklasse Frauen:
SG BB/Sandweier II - SG Dornstetten II, Samstag, 18.15 Uhr

A-Mädchen:
SG BB/Sandweier - SV Allensbach, Samstag, 16.15 Uhr

C-Mädchen:
SG BB/Sandweier - SG Dornstetten, Samstag, 13 Uhr

C-Jugend:
SG BB/Sandweier - TuS Altenheim, Samstag, 14.30 Uhr

F-Jugend:
Turnier in der Rheintahalle, Samstag, ab 11 Uhr

Auswärtsspiele:
E-Jugend:

SG JHA Baden III - SG BB/Sandweier II, Sonntag, 13.30 Uhr
SG Kappelwindeck/Steinbach II - SG BB/Sandweier I, Samstag, 10 Uhr

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Tolle Kulisse: Das südbadische Drittliga-Derby hatte einen würdigen Rahmen. Fotos: Fabian Hochstuhl 

Die Erleichterung war förmlich zum Greifen: Die Mannschaft, die Verantwortlichen und die Fans des TVS 1907 Baden-Baden befanden sich nach dem 30:26-Heimsieg im südbadischen Derby gegen den TV Willstätt in einem kollektiven Freudentaumel. Nach den Auftaktniederlagen gegen Fürstenfeldbruck, Oftersheim/Schwetzingen und Oppenweiler/Backnang zeigte der TVS, dass man als Aufsteiger auch in der Dritten Liga konkurrenzfähig ist.

Für Willstätt ist die Sandweierer Rheintalhalle derweil offensichtlich kein gutes Pflaster. So gingen die Hanauerländer in den vergangenen fünf Partien (dreimal in der Oberliga, zweimal in der Dritten Liga) in Sandweier jeweils als Verlierer vom Feld.  

Mit einem Schlag war die Begeisterung wieder zurück in der Rheintalhalle. Die rund 750 Zuschauer, darunter auch etliche Willstätter Schlachtenbummler, bildeten eine prächtige Kulisse für den südbadischen Klassiker. Wieder einmal hat sich der Termin am Freitagabend als ideal erwiesen. Die Zuschauer strömten jedenfalls in Scharen in die Rheintalhalle – obgleich wenige Kilometer weiter südlich gleichzeitig das Südbadenliga-Derby Sinzheim gegen Kappelwindeck/Steinbach ablief.

Längst ist auch das TVS-Umfeld im Drittliga-Modus. Der Livestream von sportdeutschland.tv wurde erneut technisch bestens von Markus Raster, Paul Ewald und Kameramann Heiko Ludewig betreut, während Matthias Buschert und sein Co-Kommentator Fritz Ilg das Spiel am Mikrofon "profimäßig" begleiteten.

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Trainergespräch: Daniel Merkel befragt Ole Andersen (links) und Sandro Catak nach dem Derby-Krimi. 

Neu sind die Werbetafeln, die ab sofort beim Trainergespräch nach den Spielen zum Einsatz kommen und die von Karl-Heinz Raster mit den entsprechenden Sponsoren-Logos bestückt wurden. Unterschiedlicher hätten die Stimmungslagen der beiden Trainer bei der Fragerunde nicht sein können. Während Willstätts Coach Ole Andersen ("es war ein verdienter Sieg der Gastgeber") seine Enttäuschung nicht verbergen konnte, war TVS-Trainer Sandro Catak angesichts des ersten Saisonsiegs überglücklich.

Die Ballspende kam diesmal von Dieter Jurack (merci Dieter!), Vorsitzender des Fördervereins – Nachahmer sind erwünscht.

Das 100. Tor des TVS in der laufenden Drittliga-Saison erzielte gegen Willstätt Maximilian Strüwing. Es war der Treffer zum  24:20-Zwischenstand. Dafür gab es von TVS-Getränkelieferant Jürgen Pfeifer einen Kasten Franz-Bier. Dafür vielen Dank Jürgen!

Es hat also am Freitag alles gepasst in der Rheintalhalle. Und schon mal zum Vormerken: Nach der Auswärtspartie am kommenden Samstag in Leutershausen steht bereits der nächste Freitagstermin im Kalender: Am 7. Oktober kommt der südbadische Mitaufsteiger SG Köndringen/Teningen zum Drittliga-Spiel nach Sandweier. Anpfiff ist um 20.30 Uhr.