22 April 18

21. April 2018: In der rappelvollen Rheintalhalle setzt sich der TVS gegen die SG Pforzheim/Eutingen mit 34:28 durch und sichert sich damit die Meisterschaft in der Baden-Württemberg-Oberliga.

Wenn unsere Sandweierer Handballer am Freitag (20.30 Uhr) in der Rheintalhalle die SG Pforzheim/Eutingen zum Oberliga-Spitzenspiel erwarten, werden Erinnerungen wach. Vor 19 Monaten standen sich die beiden Teams zum bis dato letzten Mal an gleicher Stätte gegenüber. Was sich damals in der Rheintalhalle abspielte, wird keiner vergessen, der dabei war. Für alle anderen hier noch einmal der Spielbericht:  

Der TVS 1907 Baden-Baden ist am Ziel
Sandweierer Handballer sichern sich Oberliga-Meisterschaft und Aufstieg in die Dritte Liga

Der TVS 1907 Baden-Baden hat es geschafft: Nach dem 34:28(16:12)-Heimsieg gegen den Verfolger SG Pforzheim/Eutingen steht die Mannschaft von Trainer Ralf Ludwig als Meister der Handball-Baden-Württemberg-Oberliga und Aufsteiger in die Dritte Liga fest. Nach dem Abpfiff des sicher leitenden Freiburger Schiedsrichtergespann Dirk Baustert/Sebastian von Briel spielten sich in der Sandweierer Rheintalhalle unbeschreibliche Jubelszenen ab. Niemand hatte den TVS vor der Saison als Meisterschaftsanwärter auf der Rechnung. So kann durchaus von einem sensationellen Titelgewinn gesprochen werden.
Der TVS spielte von Beginn an meisterlich auf. Zur Halbzeit deutete sich beim 16:12 für den TVS bereits an, wohin die Reise gehen würde. Auch nach der Pause hatten die Hausherren, gestützt auf die Paraden des vorzüglichen Torhüters Thilo Hafner, alles im Griff. Lediglich als Pforzheim/Eutingen nach dem 23:16 (39.) auf 23:20 (45.) herankam, schien es noch einmal eng zu werden, doch beim spätestens beim 25:20 (47.) waren die Verhältnisse wieder geklärt. Nun lief es wieder wie am Schnürchen. Spielmacher Daniel Grimm führte gekonnt Regie, die Abwehr stand wie eine Wand und im Angriff wurde überlegt kombiniert. Allen voran Christian Fritz, mit zwölf Treffern bester Werfer des TVS.
Meistertrainer Ralf Ludwig war am Ende überglücklich: „Wir haben uns für die harte Arbeit belohnt. Wir waren von der ersten bis zur letzten Sekunde auf den Sieg fokussiert und haben den Matchball souverän verwandelt. Die Mannschaft war mental auf den Punkt da und konnte zum richtigen Zeitpunkt ihre Leistung abrufen.“ Unter den Zuschauern befand sich auch Arnulf Meffle, Weltmeister von 1978. „Auf die Linkshänder ist halt Verlass“, meinte er angesichts der Top-Leistung von Christian Fritz augenzwinkernd. Warf der ehemalige Hofweierer seine Tore früher doch ebenfalls mit links.
Tore für Baden-Baden: Fritz 12/5, Grimm 6, Johannes Henke 5, Koch 5, Schuster 2, Unser 2, Jolibois 1, Franz Henke 1.
Tore für Pforzheim/Eutingen: Münch 8, Seganfreddo 5, Schlögl 5, Broschwitz 4/1, Gerstner 2, Strehlau 2, Lupus 2.

Noch drei Tage700

Jubel, Trubel, Heiterkeit: Nach der Partie brachen im TVS-Lager alle Dämme.

Zizishausen Max700

Nicht aufhalten lassen wollen sich Max Mitzel und der TVS im Spitzenpiel der Handball-Oberliga gegen die SG Pforzheim/Eutingen.     Foto: Elmar

Baden-Württemberg-Oberliga
TVS 1907 Baden-Baden - SG Pforzheim/Eutingen
Wann: Freitag, 22. November, 20.30 Uhr
Wo: Rheintalhalle Baden-Baden-Sandweier

Schon mal vormerken: Am Freitag ist Großkampftag in der Sandweierer Rheintalhalle. Der Spitzenreiter SG Pforzheim/Eutingen gibt seine Visitenkarte ab. Mittelbaden darf sich auf ein Handball-Fest freuen. Unsere Mannschaft ist in der Verfolgerposition und will den Gästen Paroli bieten. Die Vorfreude auf diesen sportlichen Leckerbissen steigt von Tag zu Tag. Am Freitag gilt's...

Bleibt es im Oberligaspiel des TVS 1907 Baden-Baden beim TSV Zizishausen beim 31:31 oder gibt's für den TVS 1907 Baden-Baden einen Sieg am grünen Tisch? Die Fakten sind klar. Nun muss das Sportgericht entscheiden. Auf der Homepage des TSV Zizishausen (www.tsv-zizis.de) wird der betroffene Vorgang folgendermaßen dargestellt: .

Der TSV Zizishausen kommt nicht in ruhiges Fahrwasser. Wer geglaubt hatte, dass der vergebene Siegestreffer zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff das Schlimmste der Gefühle sei, der wurde nach der Partie gegen den TVS Baden-Baden eines Besseren oder Schlimmeren belehrt. Bei der Schlussbesprechung mit den Schiedsrichtern wurde ein Zizishäuser Fehler festgestellt.

Zizishausens Torhüter Kai Augustin war gar nicht auf dem Spielbericht eingetragen, sondern stattdessen der dritte Torhüter Lucas Baumann. Baden-Baden legte Protest gegen die Spielwertung ein und den „Schnaken“ droht nun auch der Verlust des einen, mühsam erkämpften Punkts.

Just Kai Augustin war es, der mit starken Paraden in der ersten Hälfte sein Team in die Erfolgsspur führte. Nach einem anfänglichen 2:4-Rückstand (8.) gingen die Gastgeber 7:5 (13.) in Front und bauten diesen Vorsprung bis zur Pause auf 19:15 aus. Dabei bot des TSV Zizishausen wieder eine starke Angriffsleistung und konnte so auch Schwächen in der Defensive kaschieren.

In der zweiten Hälfte folgte wie schon zuletzt in Weilstetten der Einbruch. Nach fünf Treffern von Simon Bornhäußer waren die Gäste auf 22:20 (37.) herangekommen und TSV-Trainer Florian Beck musste schon früh die Auszeit nehmen. Die verhinderte nur kurzzeitig den Lauf der Baden-Badener, die beim 25:25 (45.) den Ausgleich schafften und noch drei weitere Treffer obendrauf packten.

Doch die „Schnaken“ zeigten eine tolle Moral, erholten sich von der konfusen Schwächeperiode und glichen zum 28:28 (54.) durch Frieder Nothdurft aus. Bis zum 31:31 egalisierten die Hausherren die TVS-Führung. Und kurz vor Schluss ergab sich nach Zeitspiel für die Gäste durch einen Konter die Chance zum Siegtreffer, der jedoch nicht im Tor landete. Fast möchte man meinen „zum Glück“ – der Sturz vom Himmelhochjauchzend hätte schlimmer nicht sein können.

TSV Zizishausen – TVS Baden-Baden 31:31

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Augustin; Grusauskas (5), Danilov, Nothdurft (9/5), Muckenfuß, Schrief, Götz (1), Kania (4), Wurster, Maas (6/1), Weber (3), Fuchs (5).

TVS Baden-Baden: Horn, Hafner; Henke, Fritz, Wichmann, Seiter (1), Bornhäußer (12/2), Völker, Mitzel (3), Schuster (9), Bonelli, Schlager (6), Vollmer.

Schiedsrichter: Baustert/von Briel (Zähringen).

Zeitstrafen: Götz (2), Kania, Maas – Schuster (2), Henke, Mitzel, Schlager.

Siebenmeter: 7/6 – 4/2.

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Grandioses Comeback: Simon Bornhäußer, der aufgrund eines personellen Engpasses beim TVS eingesprungen ist, erzielte gegen Zizishausen sage und schreibe zwölf Tore.  

Baden-Württemberg-Oberliga:
TSV Zizishausen - TVS 1907 Baden-Baden 31:31 (19:15)

Es gibt im Handball immer wieder etwas Neues, was selbst die Veteranen, die die Spiele des TVS seit Jahrzehnten verfolgen, noch nicht erlebt haben. Diesmal  war solch ein Ereignis bei der Begegnung unserer Mannschaft in Zizishausen fällig. Nach der umkämpften höchst wechselvoll verlaufenen Partie wurde festgestellt, dass der in der Anfangsphase überragende Gastgeber-Torhüter Kai Augustin nicht auf dem Spielberichtsbogen eingetragen war. Jeder kann sich ausmalen, was das für den Spielausgang bedeutet. Der TVS legte auf jeden Fall Einspruch ein. Das Sportgericht wird entscheiden.

Zum Spiel selbst: Überragend beim TVS war Simon Bornhäußer. Nach dem Ausfall von Christian Fritz, Markus Koch und Jannik Geisler (zudem fehlte Torhüter Matthias Meßmer, Maximilian Vollmer war angeschlagen) wurde unser Routinier reaktiviert und erzielte sagenhafte 12 Tore. Simon hatte einen einzigen Fehlwurf, nämlich vom Siebenmeterpunkt aus, ansonsten traf er aus allen Lagen. Als neunfacher Torschütze glänzte Jonas Schuster, Julian Schlager traf sechsmal.

Glück für den TVS: Unmittelbar vor dem Schlusspfiff vergab Zizishausen bei einem Tempogegenstoß eine 100-prozentige Chance, weshalb es beim 31:31 blieb. Zuvor wähnten sich beide Mannschaften zeitweise auf der Siegerstraße: Zizishausen beim 20:15 und 22:17 nach der Pause, die Sandweierer beim 25:28 (48.) und 28:30 (56.). Julian Schlager brachte den TVS mit 31:30 (58:16) in Führung, Cornelius Maas glich zum 31:31 (58:48) aus.

Dramatik pur: Kurz vor Schluss wurde gegen unsere Mannschaft auf Zeitspiel erkannt - Zizishausen vergab die finale Chance. Und jetzt warten wir auf das Nachspiel...

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Die Nummer 16 des TSV Zizishausen, Kai Augustin, stand im Tor, hielt in der Anfangsphase überragend - stand aber nicht auf dem Spielberichtsbogen. 

Es ist eine Premiere, wenn die Sandweierer Handballer und der TSV Zizishausen am Samstag (20 Uhr) in der Nürtinger Theodor-Eisenlohr-Sporthalle aufeinandertreffern. Noch nie zuvor standen sich die beiden Vereine gegenüber.
Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass eine Mannschaft des TV Sandweier in Nürtingen antritt. Vor 47 Jahren, am 4. März 1972, kämpfte die B-Jugend des TVS, dessen erste Herren-Mannschaft damals noch in der Kreisklasse A (!) spielte, in Nürtingen um die süddeutsche (ja, richtig gelesen: um die süddeutsche) Meisterschaft. Eine Woche vorher hatte der TVS-Nachwuchs unter Trainer Edgar Merkel in Singen die südbadische Meisterschaft für sich entschieden. Erstmals in der Vereinsgeschichte hatte sich damit ein TVS-Team für eine süddeutsche Meisterschaft qualifiziert, was einer Sensation gleichkam. Die Fahrt im Bus nach Nürtingen war für die Beteiligten damals ja fast schon eine kleine Weltreise.
In Nürtingen hat dann zum nächsten Coup nicht viel gefehlt. Gegen den württembergischen und späteren süddeutschen Meister Oßweil wurde nur knapp verloren, gegen Mannheim-Käfertal/Nordbaden knapp gewonnen und gegen den bayrischen Meister TSV Nürnberg gab es ein Unentschieden, sodass der TVS am Ende punktgleich mit Nürnberg süddeutscher Vizemeister wurde - ein Riesenerfolg für unseren Verein.
Im Badischen Tagblatt ist damals folgender Artikel erschienen:

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