HG Oftersheim 800

Die HG Oftersheim/Schwetzingen: Handball-Traditionsverein aus der Kurpfalz. Foto: HG-Homepage

Dritte Liga Süd, 2. Spieltag

TVS 1907 Baden-Baden – HG Oftersheim/Schwetzingen

Wann: Samstag, 10. September, 20 Uhr
Wo: Rheintalhalle Baden-Baden-Sandweier

8. September 2022. Es war schon ein kleines Handballwunder, das sich in der vergangenen Saison um die HG Oftersheim/Schwetzingen abgespielt hat. Die Kurpfälzer, die unseren ehemaligen Kreisläufer Jannik Geisler in ihren Reihen haben, belegten nach der Normalrunde 2021/22 in der Dritten Liga, Staffel F, mit 12:32 Punkten lediglich den elften und damit vorletzten Platz. In die anschließende Klassenverbleibsrunde startete die HG mit 0:4 Punkten und hatte damit eine denkbar ungünstige Ausgangsposition.

Was dann geschah, ist alles andere als alltäglich. Der ehemalige Zweitligist HG Oftersheim/Schwetzingen, der sich kurz vor Weihnachten 2021 von Trainer Frank Schmitt getrennt hatte und diesen durch Axel Buschsieper ersetzte, blieb in den acht Spielen der Abstiegsrunde ungeschlagen, sammelte 15:1 Punkte in Folge und stand am Ende mit insgesamt 15:5 Zählern an der Tabellenspitze. Der Abstieg in die Oberliga war damit abgewendet.

Für die laufende Saison hofft man auf weniger aufreibende Wochen und Monate. Kapitän Lukas Sauer spricht stellvertretend für die Mannschaft: „Wir wollen den Schwung und die Euphorie, die wir uns letzte Saison erarbeitet haben, mitnehmen und genau da weitermachen, wo wir im Mai aufgehört haben.“ Dass dies gar nicht so einfach ist, bekam die HG gleich am ersten Spieltag der laufenden Saison zu spüren, als man in eigener Halle dem SV Salamander Kornwestheim deutlich mit 27:36 unterlag.

Nach dem Rückzug von Trainer Axel Buschsieper (private Gründe) steht in der Saison 2022/23 der erfahrene Coach Thorsten Schmid (zuletzt MSG Groß-Bieberau/Modau, vorher unter anderen Wallau-Massenheim, Obernburg, Münster und Landestrainer in Hessen) in der Verantwortung. Verlassen haben die HG nach der vergangenen Saison: Philipp Bernhardt (Karriereende), Nils Nasgowitz (Auslandsaufenthalt), Tim Schaller (Eulen Ludwigshafen-Friesenheim) und Bastian Schleidweiler (VTV Mundenheim). Sieben Zugänge können vermeldet werden: Dymal Kernyja (HSG Friesenheim/Hochdorf II), Alexander Leibnitz (SG Leutershausen), Till  Nasgowitz, Felix Rothardt, Moritz Schulz (alle eigene A-Jugend), Tim Kusch (SG Pforzheim/Eutingen) sowie der junge Finne Edward Hammarberg  (SG Flensburg-Handewitt II). Schmid sieht dabei jede Position in seiner Aufstellung mindestens doppelt besetzt.

Ein interessanter Aspekt ist vor allem die Verpflichtung des finnischen Talents Hammarberg. "Für die HG ist dies auch ein Bekenntnis, sich nach der vergangenen Zittersaison mittelfristig wieder nach oben orientieren zu wollen", ist auf der HG-Homepage nachzulesen. Der Sportliche Leiter Martin Schmitt wird in diesem Zusammenhang folgendermaßen zitiert: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in drei bis fünf Jahren die 2. Liga wieder in den Blick zu nehmen. Wir haben eine junge Truppe mit viel Potenzial, die wir aber punktuell und gezielt immer weiter verstärken wollen. Ich bin sicher, Edward ist eine solche Verstärkung.“