Matze

Matze Seiter gibt wie immer nach einem Sieg den Ton an.  Fotos: Daniel Merkel

Unsere Oberliga-Mannschaft konnte gegen den SV Fellbach auch das achte Spiel in Folge für sich entscheiden - und das in überzeugender Manier. Der TVS zeigte beim 34:22(18:10)-Sieg einmal mehr, dass man in der Sandweierer Rheintalhalle eine Macht ist. Die 250 Zuschauern feierten am Ende das einheimische Team, das nach der Niederlage von Köndringen/Teningen in Herrenberg auf den zweiten Platz vorgerückt ist. Am kommenden Dienstag ist sogar noch mehr möglich, wenn der TVS im letzten Spiel des Jahres 2021 beim TSV Birkenau antritt. Doch dazu später...

Der Grundstein zum ungefährdeten Erfolg gegen den SV Fellbach wurde wieder einmal in der Abwehr gelegt, die in Torhüter Dominik Horn (17 Paraden!!!) einen starken Rückhalt hatte. Während sich die Gäste aus Württemberg gegen die TVS-Defensive jedes Tor hart erarbeiten mussten, kam unser Team über zahlreiche Tempogegenstöße zu vielen einfachen Treffern.

Der SV Fellbach, bei dem der angeschlagene Spielertrainer Andreas Blodig nicht ins Geschehen eingreifen konnte, startete zwar gut und konnte bis zum 5:5 (10.) mithalten, stand danach aber auf verlorenem Posten. Ruckzuck hieß es es 8:5 (12.), 10:6 (14.) und 15:7 (21.). Beim 18:10-Halbzeitstand waren die Weichen bereits auf Sieg gestellt.

Auch nach dem Wechsel blieb der TVS am Drücker. Fellbach war zwar bis zum Schluss engagiert, mehr als Schadensbegrenzung war für die Gäste an diesem Abend aber nicht drin.

Beispielhaft dafür, wie die TVS-Fans bei Laune gehalten wurden, sollen drei Szenen hervorgehoben werden. Keeper Dominik Horn erzielte per Weitwurf ins verlassene Fellbacher Gehäuse den Treffer zum 26:16 (47.). Das schönste Tor des Tages gelang Jeremias Seebacher in der 58. Minute per Kempatrick, als ihm Maximilian Strüwing zum 33:21-Zwischenstand auflegte. Ähnlich spektakulär war der Dreher aus spitzem Winkel, mit dem der zunächst geschonte und erst in Schlussphase eingewechselte Jonas Schuster das 30:17 (52.) erzielte.  

TVS-Trainer Sandro Catak war nach der Partie verständlicherweise sehr zufrieden. Neben Torwart Dominik Horn gab es für zwei weitere Akteure ein Sonderlob. Zum einen für den achtfachen Torschützen Han Völker, zum anderen für Jeremias Seebacher, der den angeschlagenen Maximilian Vollmer auf der Spielmacherposition vertrat. Seebacher lenkte 60 Minuten lang gekonnt die Aktionen der Einheimischen und erzielte zudem fünf Treffer. Gewohnt zuverlässig agierten auch die weiteren fünffachen Torschützen Max Mitzel und Markus Koch.

Nach dem insgesamt neunten Saisonsieg befindet sich der TVS in einer ausgesprochen komfortablen Position. Platz zwei ist am Jahresende auf jeden Fall sicher. Im günstigsten Fall, nämlich dann, wenn auch im letzten Spiel 2021 am Dienstag (20) beim TSV Birkenau gepunktet werden kann, würde der TVS sogar als Spitzenreiter ins neue Jahr gehen. 

Wobei Sandro Catak solchen Gedankenspielen nichts abgewinnen kann: „Die Tabelle ist mir völlig egal, damit beschäftige ich mich nicht. Für mich geht es darum, dass wir die Mannschaft weiterentwickeln - und da sind wir auf einem guten Weg.“

Noch ein Wort zu den Schiedsrichtern: Dass Andre Geiss und Marco Kretzler von den Rhein-Neckar Löwen auf dem Feld standen, war kaum wahrzunehmen, was für jedes Schiedsrichter-Gespann das größte Lob ist. Wobei es ihnen die Akteure auf beiden Seiten in dieser fairen Partie natürlich auch leicht machten.  

Für den TVS spielten: Dominik Horn 1, Matthias Meßmer (Tor); Franz Henke, Han Völker 8, Jeremias Seebacher 5, Maximilian Vollmer, Markus Koch 5, Max Mitzel 5, Christian Fritz 3, Sebastian Wichmann 2, Jonas Schuster 2, Julian Schlager 2, Maximilian Strüwing 1/1, Jascha Lehnkering, Matthias Seiter.

HanJerres

Daumen hoch: Han Völker (links) und Jeremias Seebacher waren gegen Fellbach in Top-Form.