FFB 1 800

3. Liga - Saison 2022/23
14. Spieltag

TVS 1907 Baden-Baden - TuS Fürstenfeldbruck 30:31 (17:14)

Zum wiederholten Mal unterlag unsere Mannschaft einer Drittliga-Spitzenmannschaft nur denkbar knapp. Waren es in den Auswärtsspielen in Pforzheim und Leutershausen zwei Tore Differenz, war es gegen den Spitzenreiter TuS Fürstenfeldbruck nur ein Treffer, der unsere Mannschaft von einem Punktgewinn trennte.
Der TVS 1907 Baden-Baden musste sich in der Sandweierer Rheintalhalle Tabellenführer mit 30:31(17:14) geschlagen geben und verpasste damit eine gute Gelegenheit, im Abstiegskampf wichtige Zähler einzufahren. Das schmerzt, und zwar sehr. Hatte man doch zeitweise das Gefühl, dass der TVS diese Begegnung eigentlich nicht verlieren kann. Es kam anders.  
„Ich bin sehr enttäuscht. Diese Niederlage ist ganz bitter. Gegen den Tabellenführer wäre heute etwas möglich gewesen “, haderte TVS-Trainer Sandro Catak nach der Partie, in der die Gastgeber bis zur Pause besser waren. Die ersatzgeschwächt angereisten „Brucker“ schafften vor 450 Zuschauern nur beim 8:8 (15.) den Ausgleich, ansonsten lagen die Hausherren in den ersten 30 Minuten immer vorne – beim 14:10 (23.) und 15:11 (24.) sogar mit vier Toren.
Allerdings verpassten es die Catak-Schützlinge, einen noch höheren Vorsprung herauszuwerfen. Da der TuS Fürstenfeldbruck durchweg mit dem siebten Feldspieler agierte und damit das Tor bei eigenem Angriff verwaist war, eröffnete sich für die Sandweierer die Chance, mit Weitwürfen ins leere Gästegehäuse zu leichten Toren zu kommen. Das gelang zwar wiederholt, unter anderem trafen auch der vor dem Wechsel stark haltende Keeper Matthias Meßmer und der für ihn eingewechselte Dominik Horn, allerdings verfehlten auch vier Würfe aus der eigenen Hälfte den Weg ins gegnerische Tor.

Halbzeit

Die 17:14-Führung zur Halbzeit hätte somit höher ausfallen können, ja müssen. Dass dem nicht so war, rächte sich im zweiten Durchgang. Fürstenfeldbruck legte einen 6:0-Lauf hin und führte in der 37. Minute folgerichtig mit 20:17. Nun waren allerdings wieder die Sandweierer am Zug. Nach vier Treffern in Folge stand es in der 41. Minute 21:20. Bis zum 25:25 (47.) blieb die Begegnung ausgeglichen, ehe beim 28:31 (56.) die Vorentscheidung zugunsten der Gäste gefallen schien.
Der TVS gab aber nicht auf. Max Mitzel markierte 90 Sekunden vor dem Ende den Anschlusstreffer zum 30:31. Fürstenfeldbruck spielte nun abgeklärt die Zeit herunter. Die Uhr zeigte 59 Minuten und 48 Sekunden an, als der TuS die letzte Auszeit nahm.
Nach einem Stürmerfoul kam unsere Mannschaft sechs Sekunden vor dem Abpfiff tatsächlich noch einmal in Ballbesitz. Nach einer Auszeit startete unser Team den finalen Gegenzug, der jedoch durch ein Foulspiel gestoppt wurde. Der letzte direkt ausgeführte Freiwurf von Lukas Veith wurde von der TuS-Abwehrmauer geblockt, was die unglückliche Heimniederlage besiegelte.
Für den TVS spielten: Dominik Horn 1, Matthias Meßmer 1 (im Tor): Max Mitzel 5, Jeremias Seebacher 5, Lukas Veith 4, Maximilian Strüwing 3, Christian Fritz 3, Han Völker 3, Markus Koch 2, Franz Henke 2, Jascha Lehnkering 1, Matthias Seiter, Sebastian Wichmann, Jonas Schuster, Elias Meier, Maximilian Vollmer.

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Ohne Lohn blieb das Engagement unserer Jungs gegen den Spitzenreiter TuS Fürstenfeldbruck. Fotos: Daniel Merkel 

3. Liga - Saison 2022/23
14. Spieltag

TVS 1907 Baden-Baden - TuS Fürstenfeldbruck 30:31 (17:14)

Wie bitter war das denn! Unsere Mannschaft lieferte dem Drittliga-Spitzenreiter Fürstenfeldbruck einen großen Kampf und stand am Ende dennoch mit leeren Händen da. War der TVS in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und ging mit einer 17:14-Führung in die Pause, drehten die Gäste nach Wiederanpfiff mit einem 6:0-Lauf zum 17:20 das Geschehen. Der TVS zeigte aber Moral und konterte zum 21:20. Dann waren wieder die Gäste am Zug und schienen beim 28:31 (56.) für die Vorentscheidung gesorgt zu haben.
Unsere Mannschaft gab aber nicht auf und erzielte durch Max Mitzel 90 Sekunden vor dem Abpfiff den Anschlusstreffer zum 30:31. Eine Minute lang blieb der Tabellenführer danach in Ballbesitz. Ziemlich lang für einen Angriff.
Die Uhr zeigte 59 Minuten und  48 Sekunden an, als Fürstenfeldbruck die letzte Auszeit nahm. Zwar geriet der TVS nach einem Stümerfoul noch einmal in Ballbesitz und startete nach einer Auszeit sechs Sekunden vor dem Abpfiff noch einmal einen Gegenzug, der jedoch per Foulspiel gestoppt wurde.
Der letzte direkt ausgeführte Freiwurf  von Lukas Veith wurde von der TuS-Abwehrmauer geblockt, was die unglückliche  Heimniederlage besiegelte. Riesige Enttäuschung unter den 450 Zuschauern. Ein Punktgewinn gegen den Ligaprimus war greifbar nah.
Egal. Weitermachen. Am nächsten Sonntag steht  bei Tabellennachbar HG Oftersheim/Schwetzingen das nächste wichtige Spiel an.

letzrer Wurf

Die letzte Aktion des Spiels: Der direkt ausgeführte Freiwurf von Lukas Veith in der Schlusssekunde blieb im Fürstenfeldbrucker Abwehrblock hängen.

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Es ist alles gesagt. Der TVS 1907 Baden-Baden erwartet den Drittliga-Spitzenreiter. Markus Koch zeigte im Hinspiel in Fürstenfeldbruck mit seinem Team eine gute Leistung, die es in der heimischen Sandweierer Rheintalhalle zu wiederholen gilt. Foto: Elmar Wichmann

3. Liga - Saison2022/23
14. Spieltag

TVS 1907 Baden-Baden - TuS Fürstenfeldbruck

Wann: Samstag, 3. Dezember, 20 Uhr
Wo: Rheintalhalle Baden-Baden-Sandweier

Vorspiel:
Landesliga Nord:
TVS 1907 Baden-Baden II - SG Freudenstadt/Baiersbronn, Samstag, 17.30 Uhr

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Die Lage in der 3. Liga

Sowohl an der Spitze als auch im Tabellenkeller hat sich das Feld der Drittligisten am vergangenen Spieltag enger zusammengeschoben. Zu Beginn der Rückrunde führt nach wie vor der TuS Fürstenfeldbruck (20:6 Punkte), dessen Mannschaft und Fans wir recht herzlich in der Sandweierer Rheintalhalle begrüßen, das Klassement an. Allerdings ist der Vorsprung auf die Verfolger nach den beiden jüngsten Niederlagen gegen Pforzheim und gegen die Rhein-Neckar-Löwen II geschmolzen. Heilbronn-Horkheim, Oppenweiler/Backnang (je 18:8), Leutershausen (17:9), Pfullingen und Kornwestheim (je 16:10) liegen in Lauerstellung. Das kleine Mittelfeld bilden aktuell die Rhein-Neckar Löwen II und die SG Pforzheim/Eutingen (jeweils 14:12 Punkte). Dahinter beginnt ab Platz neun, den HBW Balingen/Weilstetten II (11:15) einnimmt, der Abstiegskampf. Der TVS 1907 Baden-Baden hält sich mit 10:16 Punkten wacker auf Rang zehn und nimmt damit den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz ein. Der TSV Neuhausen/Filder und die HG Oftersheim/Schwetzingen (je 9:17) liegen nur knapp hinter unserer Mannschaft, während die südbadischen Rivalen SG Köndringen/Teningen und TV Willstätt (je 5:21) die beiden letzten Tabellenplätze belegen.
Der TV Sandweier freut sich, den mittelbadischen Handball-Freunden am 14. Drittliga-Spieltag den Tabellenführer TuS Fürstenfeldbruck präsentieren zu können. Die Gäste sind zwar klar favorisiert, unsere Mannschaft wird aber wie immer alles daransetzen, die beiden zu vergebenden Punkte in der Rheintalhalle zu behalten.

Unser Gast: Der TuS Fürstenfeldbruck stellt eine der besten Handball-Mannschaften in Bayern. Der vor den Toren von München gelegene Verein ist gleichermaßen ambitioniert wie bodenständig. Vor allem in der Trainerfrage setzt der TuS auf Kontinuität: Martin Wild ist seit 2010 im Amt. Jahr für Jahr schafft es der A-Lizenz-Inhaber, eine schlagkräftige Mannschaft zu formieren, die zum Besten zählt, was die 3. Liga zu bieten hat. Zweimal in der Vereinsgeschichte war der TuS Fürstenfeldbruck in der 2. Bundesliga vertreten. Wobei man sowohl in der Saison 1992/93 als auch 2020/21 die Klasse nach dem Aufstieg postwendend als Absteiger wieder verlassen musste. In die laufende Saison startete der TuS mit vier Siegen in Folge, bevor es gegen Pfullingen am fünften Spieltag die erste Niederlage (38:39) gab. Es folgten sechs weitere Siege – und zuletzt überraschenderweise zwei Niederlagen hintereinander (28:34 in Pforzheim und 32:38 gegen die Rhein-Neckar Löwen II). Unter dem Strich stehen 20:6 Punkte und Platz eins für den TuS Fürstenfeldbruck, der in Felix Kerst (103 Tore, davon 37 Siebenmeter) aktuell den drittbesten Torschützen der 3. Liga Süd in seinen Reihen hat.

Heimatkunde: Fürstenfeldbruck mit seinen rund 37.000 Einwohnern und einer sehr schönen historischen Altstadt liegt 20 Kilometer westlich von München und 40 Kilometer südöstlich von Augsburg. Das ehemalige Klosterareal Fürstenfeld mit der prachtvollen barocken Klosterkirche als Mittelpunkt ist die Attraktion der Stadt.

Die bisherigen Vergleiche: Die beiden Mannschaften stehen sich heute in der 3. Liga zum vierten Mal gegenüber. In der Saison 2018/19 gewann Fürstenfeldbruck zu Hause mit 32:26 und in Sandweier mit 31:21. Am ersten Spieltag der laufenden Runde setzte sich der TuS vor eigenem Publikum mit 28:23 durch.  

Die Personalsituation: Der TVS tritt in unveränderter Besetzung an. Julian Schlager, Tim Krauth und Johannes Henke sind im Aufbautraining.

Die Schiedsrichter: Wir begrüßen die beiden hessischen Unparteiischen Zeki Kaplan (Wiesbaden) und Benjamin Scheld (Hüttenberg) in der Sandweierer Rheintalhalle.

Unsere Kommentatoren: Die Partie des TVS gegen Kornwestheim wird im Livestream auf www.sportdeutschland.tv erneut von Matthias Buschert und Fritz Ilg kommentiert.

Herzlichen Dank: Der Ball zum heutigen Drittliga-Spiel wird von der in Sandweier ansässigen Firma Claus Reformwaren Service Team GmbH, gesponsort, die – ein Gruß an unsere Gäste - auch eine Niederlassung in Fürstenfeldbruck hat. Der TV Sandweier bedankt sich recht herzlich!  

Das weitere Programm: Die nächste Partie bestreitet unsere Mannschaft am Sonntag, 11. Dezember, um 17 Uhr bei der HG Oftersheim/Schwetzingen. Das letzte Spiel in diesem Jahr steigt dann am Samstag, 17. Dezember, zu Hause gegen Oppenweiler/Backnang.  Spielbeginn ist um 20 Uhr. Das neue Jahr 2023 beginnt für den TVS am Freitag, 13. Januar, um 20.30 Uhr mit dem südbadischen Derby beim TV Willstätt.

Unsere Zweite: Das TVS-Landesliga-Team, das mit 8:12 Punkten den zehnten Platz belegt, erwartet im Vorspiel der Ersten um 17.30 Uhr den Spitzenreiter SG Freudenstadt/Baiersbronn.

Förderverein aktuell: Der Förderverein für Handball und Jugend im TV Sandweier e.V. lädt am Freitag, 9. Dezember, um 18.30 Uhr in der Rheintalhalle zur Mitgliederversammlung 2022 ein.

Trainer Sandro Catak

3. September 2022. Mit der Partie beim TuS Fürstenfeldbruck startete der TVS in die Drittliga-Saison 2022/23 und gab dabei trotz der 23:28-Niederlage kein schlechtes Bild ab. Am Samstag steht das Rückspiel in der Sandweierer Rheintalhalle an. Foto: Elmar Wichmann.

UNSER GAST: TUS FÜRSTENFELDBRUCK

Keine Frage: An diesem Samstag (20 Uhr) dürfen sich die mittelbadischen Handball-Freunde auf ein echtes Highlight der Drittliga-Saison 2022/23 freuen. Spitzenreiter TuS Fürstenfeldbruck gastiert in Sandweier. Ein Hauch von Zweiter Bundesliga weht damit durch die Rheintalhalle - sind die Gäste doch auf dem besten Weg, dahin zurückzukehren, wo sie in der Saison 2020/21 schon einmal gespielt haben. Zwar endete das einjährige Gastspiel des TuS mit dem Abstieg in die Dritte Liga, allerdings verließ man die zweithöchste deutsche Profi-Klasse mit erhobenem Haupt. Sensationellen Anstrich hatten dabei die Heimsiege gegen den HSV und den VfL Gummersbach.

Nun ist die stärkste südbayrische Mannschaft erneut auf dem besten Weg, den Sprung in die Zweitklassigkeit zu realisieren. Das Team von Trainer Martin Wild führt die Tabelle der Dritten Liga Süd mit 20:6 Punkten an. Wobei es zuletzt einen kleinen Einbruch gab. Musste in den ersten elf Spielen nur eine Niederlage hingenommen werden (38:39 zu Hause gegen Pfullingen), ging der TuS zuletzt zweimal hintereinander als Verlierer vom Platz (28:34 in Pforzheim und 32:38 gegen die Rhein-Neckar Löwen II). Wobei vor allem Personalprobleme ausschlaggebend für die jüngsten Niederlagen waren. So fehlten gegen die Rhein-Neckar Löwen die Leistungsträger Philipp Hlawatsch, Julian Prause und Jonas Link, während Johannes Stumpf und Sebastian Meinzer angeschlagen ins Spiel gingen. Egal in welcher Besetzung der TuS Fürstenfeldbruck beim TVS 1907 Baden-Baden am Samstag antritt - die Wild-Schützlinge nehmen zweifellos die Favoritenrolle ein. 

Dass es für Fürstenfeldbruck derart gut läuft, war vor der laufenden Runde nicht sicher. Schließlich galt es, einen personellen Umbruch zu vollziehen. Einige Stammkräfte verließen den Verein: Abwehrchef und Kapitän Korbinian Lex hat seine Karriere beendet, Torhüter Louis Oberosler wechselte zu Bundesligist Bergischer HC, Tim Kaulitz zum Zweitligisten Bietigheim. Die beiden Linkshändern Max Horner (zu Zweitligist VfL Lübeck-Schwartau) und Stephan Seitz (zu Bundesligist HC Erlangen) wanderten ebenfalls ab. Benedikt Hack schloss sich den Wölfen Würzburg an. Die Abgänge wurden ersetzt durch: Ex-Bundesligaspieler Jonas Link (früher HC Erlangen. SG BBM Bietigheim, zuletzt Würzburg/Rimpar), Valentin Schell, Marco Silvestri, Florian Scheerer und Torhüter Ivan Bilic (alle von Jugend-Bundesligist TSV -München-Allach) sowie Torhüter Sebastian Allmendinger (HT München), Manuel Riemschneider (VfL Günzburg) und Rückkehrer Johannes Stumpf, der eine Saison lang ausgesetzt hatte. Schließlich wurde noch Benedikt Damm (früher Rhein-Neckar Löwen, Eulen Ludwigshafen) geholt.

Bester Torschütze der Gäste ist Felix Kerst, der mit 103 Treffern (davon 37 Siebenmeter) hinter den jeweils 105 Mal erfolgreichen Timo Durst (Neuhausen/Filder) und Elias Scholtes (Rhein-Neckar Löwen II) den dritten Platz in der Drittliga-Torschützenliste belegt. Sebastian Meinzer erzielte 50/0 Treffer, Johannes Stumpf kommt auf 49/1 Tore.

In der vergangenen Runde wurde Fürstenfeldbruck hinter der HSG Konstanz und der SG Pforzheim/Eutingen Dritter und verpasste damit nur knapp die Aufstiegsspiele zur Zweiten Bundesliga. Wie stark das Team einzuschätzen ist, wurde durch den Auftritt im DHB-Pokal deutlich, als in der ersten Runde der Zweitligist Wölfe Würzburg mit 25:24 bezwungen wurde.

Dass unsere Mannschaft aber auch gegen diesen Gegner sicherlich nicht gänzlich chancenlos ist, zeigte der Verlauf des Hinspiels. Am ersten Spieltag 2022/23 musste sich der TVS in Fürstenfeldbruck zwar mit 23:28 geschlagen geben, agierte dabei aber zeitweise durchaus auf Augenhöhe.

Der TVS 1907 Baden-Baden freut sich in jedem Fall, den Handball-Fans am Samstag (20 Uhr) einmal mehr einen sportlichen Leckerbissen in der Rheintalhalle präsentieren zu können!