TVS II Helmlingen800

Mit vereinten Kräften stemmten sich die TVSler Joel Kraus (von links), Marvin Schulz und Luca Hable dem Helmlinger Jan Parpart entgegen.

Handball-Südbadenliga - Saison 2021/22
13. Spieltag

TVS II - TuS Helmlingen 32:36 (11:16)

Einmal mehr zeigte die zweite TVS-Mannschaft, dass sie in der Südbadenliga mithalten kann, einmal mehr stand am Ende aber eine Niederlage. Das Team von Trainer Frank Schulmeister unterlag in der Sandweierer Rheintalhalle dem Tabellenführer TuS Helmlingen mit 32:36 (11:16). Bei einer etwas besseren Chancenauswertung wäre dabei durchaus eine Überraschung möglich gewesen.
Zwar lag Helmlingen durchweg in Führung, allerdings ließ der TVS den Gegner nicht enteilen. In der zweiten Halbzeit kam unser Team bis auf zwei Tore heran: 24:26, 25:27, 26:28, 27:29, 28:30 und 29:31 (56.). Erst danach konnte sich der Gast aus dem Hanauerland entscheidend absetzen (29:34).
Während sich Helmlingen nun auf die Meisterschaftsrunde vorbereiten kann, geht der TVS in die Abstiegsrunde. Verloren ist dabei noch gar nichts. Das Team hat in den vergangenen Partien unter Beweis gestellt, dass der Klassenerhalt keine Utopie ist.
Für den TVS spielten: Dirk Walter, Jörgen Armbrüster (im Tor); Alex Maug, Luca Hable 3, Paul Ewald 2, Max Kuypers 2, Maik Holfelder 5, Daniel Grimm, Simon Bornhäußer 10/1, Marvin Schulz 5, Philip Schulz 3, Joel Kraus 2.

Jerres Weinsberg 800

Auf dem Weg zum Ausgleich: TVS-Spielmacher Jeremias Seebacher  traf gegen Weinsberg mit diesem Wurf in der Schlusssekunde zum 31:31.  Foto: Raymund Kunz

Das war Maßarbeit. Jeremias Seebacher erzielte im Spitzenspiel der Handball-Oberliga zwischen dem Tabellenführer TVS 1907 Baden-Baden und dem Zweitplatzierten TSV Weinsberg unmittelbar vor dem Abpfiff den Treffer zum 31:31(15:15)-Endstand und rettete den Sandweierern damit einen Punkt. Nach zehn Siegen in Folge musste sich der TVS diesmal mit einem Remis begnügen, was angesichts des Spielverlaufs aber zu verkraften war. Am Ende hatte das Heimteam das Glück auf seiner Seite.
Die Partie war in der Schlussphase an Dramatik nicht zu überbieten. Die starken Gäste aus dem Landkreis Heilbronn lagen nach der ausgeglichenen ersten Halbzeit in der 50. Minute deutlich mit 27:21 in Führung. Der TVS verkürzte danach auf 24:27. Als Weinsberg in der Folge zwei Treffer zum 24:29 gelangen, zeigte die Uhr 55 Minuten und zwei Sekunden an. Was die 350 Zuschauer in den folgenden knapp fünf Minuten geboten bekamen, ist nur schwerlich in Worte zu fassen.
Die Einheimischen agierten in der Abwehr nun extrem offensiv und brachten den zuvor äußerst abgeklärt agierenden Gegner damit aus dem Konzept. Innerhalb von 70 Sekunden verkürzten Jascha Lehnkering, Max Mitzel und Julian Schlager auf 27:29. Weinsbergs Mert Darancic legte zum 27:30 (57.) nach. Julian Schlager und Max Mitzel warfen den TVS wieder auf 29:30 (58.) heran. Die Halle kochte. Als der kaum zu haltende Gäste-Kreisläufer Moritz Lanig dann aber in der 59. Minute das 29:31 erzielte, schien die Entscheidung endgültig zugunsten des TSV Weinsberg gefallen. Jonas Schuster markierte den erneuten Anschlusstreffer zum 30:31.
Glück für das Heimteam war, dass der Ball beim letzten Weinsberger Angriff an der Latte des TVS-Tores landete. Die Sandweierer formierten sich zur finalen Aktion, brachten den siebten Feldspieler und schafften durch Jeremias Seebacher tatsächlich noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Gleichstand.
Während der TVS das Remis wie einen Sieg feierte, war es für Weinsberg im ersten Moment eine gefühlte Niederlage. „Einen derart klaren Vorsprung dürfen wir natürlich nicht mehr aus der Hand geben. Als Sandweier zur offenen Deckung übergegangen ist, sind wir fickrig geworden“, sagte Gästetrainer Michael Stettner. Gleichwohl sprach er nach dem Schlusspfiff von einem „tollen Handball-Spiel“.
TVS-Trainer Sandro Catak stimmte dieser Einschätzung zu. Er freute sich über den Punktgewinn, sah aber auch Schwächen im Spiel seiner Mannschaft. Catak: „Wir haben nie aufgegeben, haben allerdings zu viele Chancen vergeben.“ Letzteres wiederum hing damit zusammen, dass die Gäste in Marc Krammer einen überragenden Torhüter zwischen den Pfosten hatten. Unter dem Strich standen 20 Paraden für den TSV-Keeper in der Statistik. Mit seinem vorzüglichen Stellungsspiel trieb er die einheimischen Angreifer zwischenzeitlich schier zur Verzweiflung.
Erst gegen Ende, als schon fast alles verloren war, fand die TVS-Offensive zur gewohnten Treffsicherheit. Gerade noch rechtzeitig, um wenigstens das Unentschieden zu retten, das den TVS Baden-Baden weiterhin an der Spitze des Klassements hält.
Bereits am Freitag (20.30 Uhr) geht es für die Kurstädter mit dem nächsten Heimspiel gegen den TuS Schutterwald weiter. Gegen den ehemaligen Bundesligisten hofft man im Sandweierer Lager, eine neue Siegesserie starten zu können.
Der TVS spielte mit: Matthias Meßmer, Dominik Horn (im Tor); Franz Henke, Sebastian Wichmann, Matthias Seiter, Christian Fritz 8/1, Max Mitzel 6, Jascha Lehnkering 6, Markus Koch 3, Maximilian Vollmer 2, Jonas Schuster 2, Julian Schlager 2, Han Völker 1, Maximilian Strüwing, Jeremias Seebacher 1.
TSV Weinsberg: Marc Krammer, Adrian Zügel (im Tor); Maximilian Schulze 4, Timon Ströbel, Luca Kazmeier, Felix Hofacker, Benedikt Baumann 1, Jan König 5/2, Louis Heim, Moritz Lanig 5, Simon Schrempf, Sven König 2, Robin Pech, Robin Mahl 6/2, Moritz Wahl 5, Mert Darancik 3.

Jubel Weinsberg 800x

Grenzenloser Jubel im TVS-Lager: Das Remis gegen Weinsberg wurde von den Sandweierern wie ein Sieg bejubelt.  Foto: Raymund Kunz

 

Seebacher

Jeremias Seebacher: ein Steinbacher, der Sandweier in der Schlusssekunde glücklich machte. Foto: Daniel Merkel

Baden-Württemberg-Oberliga

TSV 1907 Baden-Baden - TSV Weinsberg 31:31 (15:15)

Dieses Oberliga-Spitzenspiel wird zweifellos in die Sandweierer Handball-Geschichte eingehen. Es gab ja schon viele verrückte Spielverläufe in der Rheintalhalle, aber die 60 Minuten gegen Weinsberg hatten eine Wendung des Geschehens zu verzeichnen, wie man sie zuvor im Baden-Badener Stadtteil noch nie gesehen hatte.
Als Weinsberg die Führung zum 29:24 herauswarf, zeigte die Uhr 55 Minuten und zwei Sekunden an. Was dann in den letzten knapp fünf Minuten vor 350 Zuschauern ablief, ist kaum in Worte zu fassen.
Fakt ist: Der TVS setzte zur Aufholjagd an, die Jeremias Seebacher in der Schlusssekunde mit dem Treffer zum 31:31-Endstand krönte. Unglaublich!
Es war ein Unentschieden, das sich für unsere Mannschaft nach dem zwischenzeitlichen klaren Rückstand wie ein Sieg anfühlte, während die starken Weinsberger am Ende nicht so recht wussten, wie ihnen geschehen war. Der greifbar nahe Sieg wurde buchstäblich aus der Hand gegeben.
Durch das Remis verteidigte unser Team die Oberliga-Tabellenführung und liegt weiterhin einen Zähler vor Weinsberg. Ausführlicher Bericht folgt ...

TVS Weinsb

Der Dank der Mannschaft an das Publikum, das unsere Jungs in der Schlussphase nach vorne gepeitscht hat.

22. Januar 2022. Das Oberliga-Top-Spiel unseres TVS 1907 Baden-Baden am heutigen Samstag (20 Uhr) gegen den TSV Weinsberg ist ausverkauft, was den coronabedingten Auflagen geschuldet ist.
An der Abendkasse gibt es also keine Eintrittskarten mehr!!!

Der Kartenvorverkauf für das Oberliga-Top-Spiel des TVS 1907 Baden-Baden am Samstag (20 Uhr) gegen den TSV Weinsberg ist abgeschlossen. Die Aktion wurde von den Fans gut angenommen, sodass mit einer guten - den coronabedingten Umständen angemessenen - Kulisse zu rechnen ist.

An der Abendkasse sind noch 50 Eintrittstickets erhältlich. Es gilt hierbei: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Selbstverständlich steht auch diesmal die Gesundheit der Mannschaften, Schiedsrichter, Zuschauer und Helfer über allem. Es gilt die 2Gplus-Regel, die vorgegebenen Abstände sind einzuhalten. Verpflichtend ist auch, dass in der Halle durchgehend eine FFP2-Maske getragen wird, und zwar über Mund und Nase. Aber das ist ja nichts Neues. Das bekommen wir hin wie schon in den vergangenen Heimspielen.

Mit der entsprechenden Disziplin soll die größtmögliche Sicherheit für alle Beteiligten gewährleistet werden.

Wir vom TV Sandweier freuen uns auf ein schönes Spiel mit Beteiligung der beiden derzeit besten Oberliga-Teams!